Siegellack.
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Wege», weil sich der erste Gebrauch des Siegellacks au§den spanischen Niederlanden Herschrieb, welche Vermu-thung durch manche Umstände bekräftiget wird, die wei-ter unten angezeigt werden sollen. Der Raine Siegel-lack scheint erst dann aufgekommen zu seyn, als man dasEummilack statt des gemeinen Harzes zu nehmen anfteng.Das Siegellack verdrängte indessen nicht gleich den Ge-brauch des gemeinen Siegclwachfcs, weil letzteres wohl-feiler war und weil privilegirte Personen und Landesher-ren das gemeine Siegelwachs vorzugsweise brauchten.
Die älteste Urkunde vom Siegellack hat man den Nach-forschungen des Herrn Amtmann Johann PhilippRoos zu Merxhcim zu verdanken, der in dem Rhein-gräflich Dhau irischen Archive einen Brief entdeckt hat,der aus London vom röten Scpt. 1553 datirt isl, undden Gerhart Hcrman (Gerhard Hermann)an den Rhcingrafcn Philipp Franz von Dhaunschrieb; dieser Brief, an welchem noch die Spuren desrothen Siegellacks vorhanden sind, ist die älteste UrkundevomGebrauch des Siegellacks. " Ferner hat Herr Roosin gedachtem Archive von eben diesem Gerhart Her-man noch zwey Schreiben entdeckt, welche mit schwar-zem Siegellack geflegelt sind; das erste ist vom 2Z. Dec.iZZZ und das zweyte vom 8- Februar 1554. Schonehe Herr Roos diese Urkunden fand, hatte er in demWild- und Rheingräflich Dhaunischen Archive einen Briefentdeckt, den dieser Gerhart Hetman aus Londonam Zten August 1554. an den Rheingrafcn PhilippFranz von Dhaun schrieb , mit dem GerhartHerman genau bekannt gewesen seyn mußoderwohlgarals Geschäftsbevollmächtigter in den Diensten des Rhein-grafen stand, und sich deswegen in England aufhielt. DieJahrzahl dieses Briefs ist mit arabischen Ziffern geschrie-ben und kann also nicht bezweifelt werden, und der Briefselbst hat ein dunkelrvthes glänzendes mit 6. H. bezeich-netes