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Siegellack.
ruch duftet, den man verlangt, 2Z daher eS auch vonseinem verschiedenen Geruch verschiedentlich benanntwird,als Siegellack L 1 a derg^inotte, s l'arridee, ä In vanilleU, s. w. 24
Dom blauen Siegellack findet sich die älteste Spur inZ i m in er ma ii ns neuem Titularbuche vorn Jahr 1579,wo ein Recept dazu steht; ob man aber nach diesem Re-cepte wirklich blaues Siegellack erhält, kann ich nichtentscheiden. So viel ist gewiß, daß man lange Zeitvergeblich gearbeitet hat, blaues Siegellack hervor zubringen. Vor 20 Zähren setzte man in England einenansehnlichen Preis auf die Erfindung des blauen Siegel-lacks , aber die Versuche blieben fruchtlos. Die Ehredieser Erfindung war Teutschen vorbehalten. DieGebrüder Zumpff, in Schweinau bey Nürnberg, habenim Jahr 179g die Kunst erfunden, Siegellack zu verfer-tigen, das eine himmelblaue Farbe hat und an Güte demfeinsten spanischen Siegellack in Haltung des Brandessowohl, als in der Schönheit der Farbe völlig gleichkommt. Don dersclbigen Güte ist auch bey ihnen rosen-rot!) und violet gefärbtes Siegellack zu haben. DieStange kostet 24 Kr. rheinisch. 25
In Wien besteht schon seit langer Zeit ein Institut,wo man aus alten Siegeln wieder Siegellack macht, undvon dem Ueberschuß arme Mädchen ausstattet; 2 6 auchhat schon im Jahr 1780 einer der besten und menschen-freundlichsten Fürsten Teutschlands die Siegellacks-Ab-gänge gesammelt und in der Absicht, neues Siegellackdaraus zu machen, an ein Waysenhaus geschenkt. 2?Lange Zeit blieb aber dieses Verfahren geheim. HerrGütle in Nürnberg machte im Jahr 179z bekannt,wie man die Siegel der Briefe in einen Lack verwandelnkann, womit man Sachen lackirt. Man stößt die Pct-schasksabdrücke in einem Mörser, um sie von dem ankle-benden Papier zu reinigen und siebt zu dem Ende das
gesto-