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Sonnenuhr.
ben. Der Körper dieses Stundenzeigers, ohne dasFußgestelle, ist ein Parallelepipedum von fast gleicherBreite und Höhe, weil beyde etwas über acht Zoll ha-ben, und folglich ein scheinbares Viereck. Beynahedoppelt so groß ist die Sänge, denn sie betragt über18 Zoll. Die eine Fläche ist horizontal, die andere,nämlich die Fläche des Sonnenwendezirkels, steht aufdem Gestelle der Uhr, so, daß sie mit diesem einen au-genscheinlich rechten Winkel macht. In diesen Körperist eine fast sphärische Höhlung gehauen, welche denWitruvianischen Halbkreis (llemic^clium) zweymal vor-stellt, nämlich erstlich in der Horizontalfläche und zwey-tcns auch in der Vertikalflache. Hierdurch erklärt sichdes Vitruv Ilernic^clinm oxcavstum ex curackrato.Eilfmal schneiden die darauf gezogenen Stundenliniendie drey Linien oder Bogen, von denen der mittlereden Aequator abbildet und die beyden äußeren die Son-rienwendezirkel vorstellen. Aus einem Buckel, den derKünstler in der fast spharischen Aushöhlung übrig ge-lassen hat, und daraus, daß er den Zirkel nicht einmalin gleiche Bogen theilt, erkennt man weder eine mei-sterhafte Hand, noch einen besondern Kunstgriff oderwahrhaft sinnreichen Gedanken. Er durfte nur anfäng-lich den Stein etwas dicker nehmen, denn es ist keinGrund abzusehen, warum er so hoch als dick seynmußte; so war kein Loch zu befürchten, wenn er dieAushöhlung genau sphärisch gemacht hätte; ja auchso kam der Künstler nicht gegen den Aequator zu, son-dern zunächst am Pol; und in der That ist auch derein Hügel, aber nicht der, wovon hier die Rede ist,sondern ein andrer, der zur Befestigung des GnomonSdient. Da der Hügel am Aequator einmal da war,so konnte der Künstler ohne alle theoretische Einsichtenmit den Stundenlinien leicht über ihn hinfahren; erbrauchte nur auf den Schatten Acht zu geben. Ueber-haupt bestimmten die Künstler diese Linien nicht mit
Hülfe