Sonnenuhr.
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Hülfe geometrischer Constructionen im Voraus, sondern siezogen sie wahrscheinlich durch Beobachtung der Schat-ten nach, sobald sie es mit einer unordentlichen ebnenFlache oder auch mit abweichenden Lagen ebner Fla-chen zu thun hatten. War hingegen die Aushöh-lung genau sphärisch und die Spitze des Gnomons, de-ren Schatten die Stunden zeigte, genau im Mittel-punkte der Kugel; so brauchte man die durch die Ho-rizontalflache abgeschnittenen unähnlichen Dogen der Pa-rallelkreise nur immer in zwölf gleiche Theile einzu-theilen. Dieser Stundenzeiger war für die dortigePolhöhe, wo er gefunden worden, bis auf einige Klei-nigkeiten richtig berechnet.
Zwey andere dergleichen ganz ähnliche Sonnenuhrenwurden einige Jahre spater im Kirchenstaate gefundenund vom Papst Benedikt XIV. im Kapital aufge-stellt. Im Jahr 1762 wurde eine von diesen verschie-dene Sonnenuhr zu Pompeji ausgegrabcn, deren Pol-höhe sich ziemlich zu der von Mcmphis schickt. Eineähnlich gearbeitete Uhr hat Le Noy zu Athen angetrof-fen ; sie steht zur Rechten des vom Thrasyllus auf-gerichteten Gebäudes, ganz auf der Spitze eines Felsen.
Um die Zoste Olympiade sollen die Sonnenuhrenmit der Astrologie aus Babylonicn nach Griechenlandgekommen seyn. ^ Herodot, der um ZZ40 lebte,ist der Erste unter den Griechen, welcher der zwölfTagtheile und des Schattenzeigers gedenkt. Dioge-nes Laertius ^ schlecht dem Anaximander vonMilcro, der im gten Jahr der 42. Olymp, oder 620Jahre vor Christi Geburt geboren wurde und 545 vorC. G. starb, die Erfindung der Sonnenuhren zu; daaber Herodot ausdrücklich sagt, daß die Griechen denGebrauch der Sonnenuhren und die Eintheilung deSTags in 12 gleiche Theile von den Babylvniern gelernthätten; so ist es wahrscheinlich, daß Anaximander
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