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Steinschleiferkunst.
ten sich Apollonides und Cronius als Edelstein-schneider hervor. Letzterer stach das Bildniß des Augu-stus in einen Edelstein. "
Dieser Eronius, Dioscorides, der um 3950blühete, und Solon brachten die Steinschneidekunst,unter dem Kaiser Augustus nach Rom. Die Römerwußten besonders in Oner und Carnyol tief und erha-ben sehr geschickt zu schneiden; aber bey der Verlegungder Residenz von Rom nach Constantinopel verfiel dieseKunst mit dem guten Geschmacke zugleich.
In die Abendländer soll das Steinschneider! durcheinige Juden aus Alexanderen gekommen seyn. "
Der fränkische König Pipin siegelte noch mit einemgeschnittenen Stein, der den indianischen Bacckius vor-stellte, und Karl der Große siegelte mit einem Stein,der den Jupiter Serapis vorstellte. "
Merkwürdig ist es, daß die alten Pcruviancr, derenMonärchie etwa zgo Jahrc dauerte, die Edelsteine voll-kommen zu bearbeiten wußten. ^
Unter den Päpsten Martin V. und Paulus II.im XV. Jahrhundert machten die aus Constantinopelgeflüchteten Griechen in Italien wieder die ersten Ver-suche mit der Steinschneidekunst. Besonders half Lo-renzo de Medicis zu Florenz dieser Kunst auf, derden Johannes Berna rdi unterrichten ließ, welcherso schön in Carneol schneiden lernte, daß man ihn Gio-vanni Delle Corniole nannte, und ihn für deirWiederherstellet der Steinschneidekunst in Italien hielt.Von seinem Geburtsort« hieß er auch De CastelBo-lognese; erstarb 1555. Seine Arbeit war so schön,daß man sie mit der Arbeit der Alten in Vergleichungsetzen konnte. Sein Zeitgenosse Dominico de' Ca -mei schnitt sowohl schöne Jntaglio's, als auch Kameen.Er grub auf einen bleichrothen Rubin das Bildniß deSLudovicus Maurus, HeVzogs v.pn Mayland. "
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