Stemschlci'ferkunst.
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bene! Figuren auf Stein schnitten, die man Kameennennt; die Steine, deren sie sich dazu bedienten, hat-ten mehrere Schichten von verschiedener Farbe. Ausder Geschichte erhellet indessen nicht, daß sie sich schonvor dem peloponnesischen Kriege d. i. mehr als 400Jahre vor C. G- (denn der peloponnefische Krieg nahmim Jahr der Welt ZZZZ seinen Anfang) bereits dergeschnittenen Steine zum Siegeln bedient hätten. In-dessen läßt sich die eigentliche Zeit, wo das Steinschnei-den bey den Griechen seinen Anfang nahm, nicht bestim-men. Theodor von Samos, des Rhoecus odernach Andern des Telecles Sohn und desNicosthe-nes Schüler, ist der älteste griechische Steinschneider,den man bis jetzt kennt. Er lebte zur Zeit des typi-schen Königs Crvsus, also um Z440, in dem er-sten noch unvollkommenen Zeitraum der Steinschneide-kunst bey den Griechen; er grub das Bildniß des Po -lycrates, eines Herrn von Samos, in einen Sma-ragd ; n Andere meynen, die eingeschnittene Figur seynur eine Lyra gewesen; darin ist man einig, daß dieFigur auf einen Petschier-Ring gegraben wurde. Mrie-fe» rchus, des Pyt Hag oras Vater, grub auch in Edel-steine, die zu Siegelringen dienten, und ist der einzigehetrurische Künstler dieser Art, den die Geschichte nam-haft macht. ^ Zur Zeit des Jsmenias von The-ben, der etwa ivo Jahre nach dem Polycrateslebte, schnitt man auch in Smaragde; Plinius nenntaber keinen Meister. Pyrgvteles, der zur ZeitAlexanders des Großen in der 114. Olympiadeblühete, war ein so berühmter Edelsteinschneider, daßsich Alexander nur von ihm in Stein schneiden las-sen wollte. Auch Socrates, der einen geflügeltenMedusen - Kopf auf einen Chalcedon schnitt, undSostratus, der auf einen zweyfarbigen Agat einenCupido schnitt, welcher zwey Löwinnen bezwingt, wa- 'ren als Edelsteinschneider berühmt. " Nach ihnen tha-
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