Sterne. Sternkarten.
Z3r
Stern?, s- Fixsterne.
Sternkarten, Himmelskarten, sind Vorstellungen derHimmelsfläche mit den Sternen und Bildern, oder aucheinzelner Theile derselben aus ebenen Flachen.
Da die Theorie der Planifphäre schon vom Pto-le-^«näus bearbeitet war, und solche Verzeichnungen derKreise an der Himmclskugel, unter dem Namen derAstrolabien, bey den Astronomen im röten Jlrhun'ortehäufig gebraucht wurden, so brachten schon die ältestenVcrfertigcr der Landkarten, Sebastian Münster,Ortei ius u. A>, solche Abbildungen der Gestirne aufPlan ispbäre, in der Folge auch Blaeu, Peter Schenk,GerardValk, Eiminart u. A. Sie sind aber Nochnicht alle nach richtigen Projeetionen gezeichnet. Rich-tig entworfen sind die Planiglobien von Habrecht1628. die Planisphäricn von Bartsch 1624, die He-mispharicn des Harris von 1690
Unter den Vorstellungen einzelner Sternbilder zeich-net sich besonders Joh. Bayers Uranometrie vomJahr i6oz aus, wo alle Sternbilder nach des TychoVerzeichnis auf 51 von Alexander Mair schön ge-stochenen Kuptcrplattcn dargestellt sind. Hevel fügte1690 seinem Sternverzc-chnisse einen sauber gestochenenHimmelsaklas auf 54 Platten bey, welche auch diesüdlichenH a lleyischen und die von Hevel selbst hin-zufügten Sternbilder enthalten. Die besten und vollstän-digsten Himmelskarten sind von Flamstead, die erstnach seinem Tode 1729 herauskamen. Forti» hat1776 eine in's Kleine gezogene Ausgabe davon besorgt,und die neuern Sternbilder des le Monnicr und dela Caille, auch zwey Planifphäre, welche die hohleSeite des Himmels darstellen, wie auch eine Kartebeygefügt, die dazu dient, sich die Sterne durch Zusam-rr.enziehung der vornehmsten mit geraden Linien be-kannt zu machen.
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