Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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66 Theorie der Musik der Griechen.

Znstrumentengattung mit freyliegenden Saiten. DieLyra, mit welcher Apollo abgebildet wird, zeigte nicht einwirkliches Instrument an, sondern war nur das Sym-bol der Tonkunst. Die von Hermes erfundene sieben-fältige Lyra betrachtet der Verfasser, da sie gleich mitden sieben bedeutsamen Saiten bezogen war, als die Er-findung der Harmonie und des ganzen Geschlechts derSaiteninstrumente. Diese siebensaitige Lyra des Her-mes ist das älteste Grundsystem der Griechen. Sie be-steht auS zwey verbundenen Tetrachorden und enthaltzwar die sieben ursprünglichen Klänge, aber nur eineeinzige Symphonie. Pythagoras sah zuerst die Un-vollkommenheit dieser Lyra ein und half ihren Mangelndadurch ab, daß er die achte Saite hinzusetzte d. h. daßer die beyden Tetrachorde verwechselte und das Höchsteunter das Tiefste sehte, wodurch ein System von zweyunverbundencnTctrachorden entstand. Diese achtsaitigeLyra des Pythagoras ist auch das Grundsystem der .neuernMusik. Sie enthält sowohl die sieben ursprünglichenKlänge, als auch die drey ursprünglichen Symphonien.Die drey- und viersaitige Lyra sind mit der sieben- undachtsaitigen einerley, denn die drey festen Klänge dersi'ebensaitigen bilden die dreysaitige Lyra, und die vierfesten Klänge der achtsaitigen bilden die viersaitige Lyra.Die achtsaitige Lyra des Pythagoras war aber nochin so fern mangelhaft, daß sie nicht alle ursprünglicheSysteme, nämlich die drey Gattungen der Allviere, dievier Gattungen der Allsünfe mid die sieben Gattungender Allachte enthält: Limoleos fügte daher dieserLyra noch ein drittes Tetrachord in der Höhe hinzu, wo-durch sie eilfsaitig wurde. Indessen enthielt sie noch im-mer nicht die sieben Gattungen der ALachte; daher fügteman noch ein viertes Tetrachord in der Tiefe hinzu, wo-durch ihre Saitcnzahl bis auf vierzehn vermehrt wurde.An dieser vierzehnsaitigen oder doppelten Hermeslyrabemerkte man, daß die beyden Grenzklange des Systems

keine