Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Thermometer.

quemlichkeit giebt; doch scheint er nicht auf diese Punkteselbst, sondern auf das Ausdehnungsverha'ltniß desQuecksilbers gesehen zu haben, welches er zwischen bey-den Punkten wie 66: 67 annahm, so daß seine Gradeeigentlich 6600 Theile des ganzen Bolumcns vorstellensollen. Der Professor Celsius in Upsala äußerte1742 mit Recht, daß es bester sey, blos auf zwey festePunkte zu sehen und nicht auf die so schwer und unsicherzu bestimmenden AusdehnungSverhaltnisse. Er schlagtvor, auf jedem Thermometer den Stand des Quecksilbersim zergehenden Schnee und im koche,-d.n Wasser zu un-tersuchen und den Raum zwischen beyden allezeit in 100Grade zu theilen. Die schwedischen Gelehrten folgtenihm in dieser Eintheilung, daher nannte man dieselbedie schwedischeScale, auch die Scale des Celsiu s oderdes Christin.

Wiche li Du Ehrest oder Ducrest auS Genfentwarf im Jahr 1740 den Plan zu einer neuen Einrich-tung des Weingeist - Thermometers. Er nahm zwey be-sondere Materien der Kalte lind Warme an, deren Wir-kungen sich im Inneren der Erde völlig aufhöben, daherdie Temperatur der Erdkugel bey ihm Null wird. Erbemerkte diese Temperatur in den Kellern der PariserSternwarte, hielt sie an allen unterirdischen Orten fürgleich und gab ihr den Namen gemäßigt. Sein zweyterfester Punkt war die Siedhihe des Wassers. Damit derWeingeist diese annahm, ohne herauszulaufen, ließ erLuft über demselben und schmolz oben eine kleine Kugelan, damit diese Luft beym höchsten Stande des Wein-geists nicht allzusehr zusammengedrückt würde. Hier-durch half er dem größten Fehler der vorigen Weingeist-Thermometer ab, in denen der Liquor weit unter derSiedhitze des Wassers geblieben war. Den Raum zwi-schen beyden Punkten theilte er in 100 Grade der Wärmeund trug unter die Null gleiche Grade der Kalte.

Univer-