Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Z2 Thermometer.

Mittel, um hohe Grade der Hitze zu bestimmen.

Newton schlug 1701 vor, aus der Zeit der Erkal-tung eines glühenden Eisens hohe Grade der Hitze zu be-stimmen, welches Mittel zwar sinnreich, aber unsicherist. Kraft brauchte die Pyrometer zu dieser Absicht.Der durch seine Fabrikarbeiten von Terracolta oder sogenannter Basaltmasse bekannte Herr Wedgewood inEngland hat eine sehr bequeme Art, große Grade derHitze zu bestimmen, auf die Eigenschaften des Thons ge-gründet, der sich in der Hitze bekqnntermaaßen zusam-menzieht und sich durch plötzliche Erkaltung nicht wiederausdehnt. Um den Grad .der Hitze eines Ofens zu be-stimmen , legt er einen thönernen Würfel von ^ Zollhinein und wirft ihn sogleich, nachdem er die Hitze desOfens angenommen hat, in kaltes Wasser. Nun mißter die Seite dieses Würfels, die Zoll lang war, aufeinem Maaßstabe, der aus zwey messingenen Linealenbesteht, deren Seiten etwas schräg gegen einander zu-laufen und so weit von einander stehen, daß man denWürfel in die Nute, die sie zwischen sich bilden, schie-ben kann. Er geht desto tiefer hinein, je schmaler seineSeite durch die Hitze geworden ist. An der Stelle, woder Würfel stecken bleibt, steht auf dem Lineal eine Zahl,die den Grad der Hitze angiebt. Wenn die Theilung vondem Punkte des bey Tage sichtbaren Rothglühcns anfängtund man ihr 240 Theile giebt: so schmelzt schwedischesKupfer bey 2Z, Gold bey Z2, Eisen bey izo bis 150Grad. Ueber 160 Grad konnte er die Erhitzung derWürfel nicht treiben. Legt man nun diese Würfel in ei-nen Ofen, worin man andere Materialien behandelt: sogeben sie auf vorerwähnte Art die Hitze an, welcher dieseMaterien ausgesetzt gewesen sind. "

Landriani hat eine Maschine erfunden, durch wel-che er nicht nur vermittelst einer Menge zufließendenWassers die Grade und die Quantität des Feuers abmes-sen