Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Turnier.

erzählt, daß dieser Gottfried von Previlly oderPreuilli auf Befehl des französischen Königs Phi-lipp l. die Turniergesetze Heinrichs I. ins Fran-zösische übersetzt habe. Allein, des Widerspruchs nichtzu gedenken, der sich im Todesjahr des Gottfriedvon Previlly findet, der, wie Du Fresne ausdem s'Irronic. '1'ul-oriLnl. behauptet, im I. 1066 er-mordet worden seyn soll, da doch das Llironic. §.

lsunon. das Todesjahr desselben spater setzt;d so erhellet auch aus Rüxners Erzählung, daß dieTurniere schon unter Kayser Heinrich I., also langevor dem Gottfried von Previlly, vorbanden ge-wesen sind. Einige Gelehrte behaupten blos, daßGottfried von Previlly die bey diesen Spielenzu beobachtenden Gesetze in bessere Ordnung gebracht,vielleicht auch einige neue Gebrauche hinzugethan habe,die die Turnieic vollkommener machten, welches viel-leicht Gelegenheit gab, dem Gottfried von Pre-villy die Stiftung dieser Spiele zuzuschreiben. Auchist es wohl nicht zu leugnen, daß die Deutschen vieleTurniergebrauche, so wie andere Eigenheiten des Rit-terwescns, yon den Franzosen erhielten, besonders dieWappen, welche wohl unleugbar eher bey ihnen, alsbey uns im Gebrauch waren, daher andere französischeSchriftsteller die Sache auch nur dahin deuten, daßGottfried von Previlly den Turnieren erst dierechte Einrichtung gegeben habe.

Brunn er ? meldet, das erste Turnier sey vonden Herzogen in Schwaben i. I- 1127 zu Nürnbergunter dem Kayser Lothar II, gehalten worden, aberBünding erzählt, paß Lothar II. schon inyzu Gottingen ein Turnier gehalten habe, wiewohl L o-tharius damals noch nicht Kayser war. Auch setztRürner das erste Turnier zu Nürnberg spater, näm-lich ins Zahr 1177 unter Kayser Heinrich VI., der