Turnier.
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lein Galopp auf einander loS und stießen, indem siesich erreichten, so fürchterlich auf einander zu, daß siesedr fest sitzen mußten, um nicht aus dem Sattel ge-hoben zu werden. 3? Nach Endigung der Turnierewurden die ausgestellten Preise mit Sorgfalt und Bil-ligkeit vertheilt, man sammelte in allen Banken dieStimmen, die Waffenoffizicre, die beständig auf dieStreiter genau Acht gegeben hatten, statteten Berichtab, und die souvcrainen Fürsten, die ältern Rittermachten endlich den Sieger öffentlich bekannt. Oftwurden die Damen und ledigen Frauenzimmer umihr Urtheil befragt und zuweilen entschieden sie alsoberste Gebieterinnen beym Turnier über den Preis.Traf sichs, daß er demjenigen Helden, welchen sie fürden würdigsten hielten» nicht gegeben wurde, so be-stimmten sie diesem einen Andern, der für ibn nichtweniger rühmlich, oft noch schmeichelhafter war. Auchin Frankreich wurde fast kein Turnier gehalten, beydem nicht eine Menge Menschen theils im Gefechtverwundet, theils unter den Bühnen gedrückt, theilsvon den Pferden zertreten oder vom Staube ersticktwurden. Daher wurden nachher Prinzen, an derenErhaltung viel gelegen war, vom Turnier ausgenom-men und der König Philipp August ließ sogarseine Söhne Ludwig und Philipp schwören, daßsie ohne seine Erlaubniß an keinem Turniere Theilnehmen durften. Daß wegen der mit den Turnierenverbundenen Gefahr auch Bullen, Decrete und Bann-strahle der Pabste wider diese Spiele erschienen, istschon erinnert worden; der französische Adel ließ sichaber dadurch noch nicht von den Turnieren abhalten.Auf die Nachricht von der Niederlage der Christen imOrient verbot Ludwig der Heilige diese Spiele aufzwey Jahre und man unterließ sie wirklich. Baldnachher wurden sie aber wieder mit neuem Eifer her-vorgesucht. Endlich gab das traurige Ende Hein-richs