Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Turnier.

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unschädliche nannte, nämlich Lanzen ohne Eisen, De-gen, die weder scharf, noch zugespitzt, oft aber blosvon Holz waren, zuweilen auch nur Stöcke. Nie-mand durfte aber weder außer der Reihe fechten, nochdas Pferd seines Gegners verwunden, noch den Stoßseiner Lanze anders wohin, als nach dem Gesicht odermitten auf den Panzer richten. Man durfte auch kei-nen Ritter angreifen, so bald er das Visir seinesHelms losgemacht oder den Helm ganz abgenommenlhatte. Während des Gefechts, wenn Lanzen, Degenund Stocke auf die Helme und Panzer der Streiten-den trafen, hörte man ein fürchterliches Getöse, bey-de Partheyen fochten mit großer Hitze und machtensich den Sieg oft lange streitig. Endlich schlichen dieUeberwundenen ohne Geräusch fort und begaben sichin den nächsten Wald. Eben so wenig war es, be-sonders bey Turnieren, wo Mann gegen Mann strei-ten mußte, erlaubt, daß Mehrere sich gegen einen Ein-zigen verbanden.

Geschah es, daß mehrere Ritter auf einen Einzigenstießen, so lenkte der Damenritter ein lange Pike miteiner Damenkappe, als ein Zeichen der Gnade unddes Schutzes des schönen Geschlechts, auf ihn herab,und sogleich mußte ein Jeder ihn verlassen, ohne ihnweiter anrühren zu dürfen. Hatte der Ritter ausVorsatz mehrere Ritter gegen sich gereizt: so bekam erVerweise.

Zuweilen folgten auf diesen Kampf der Quadrillennoch einzelne Gefechte, die man soütes nannte, undworin man sich solcher Waffen bediente, die keineWunden machten, z. B. stumpfer Lanzen. Bey die-sen Gefechten fand weder Herausforderung, noch An-kündigung, noch ein Preis Statt. Zwey Ritter bra-chen aus Galanterie, zur Ehre der Damen, eine oderzwey Lanzen mit einander, das ist:, sie jagten in vol-lem