20§. Vitriols
und Division geschehen konnte. Man sinket ihre Be-schreibung in Bions mathemat. Werkschule. Viert»Auflage, vermehrt von I. G. Doppelmayr. Nürn-berg. 1741. S. 70.
MiLcrol ist der Name derjenigen Mittclsalze, welche ausder Verbindung der Vitriolsäure mit einer metallischenBasis bestehen. Man hat besonders drey Arten desselben,nämlich den Eisen-, Kupfer- und Zinkvitriol.
8al IVIartis» der Eisenvitriol, ist ein schön grünesSalz, in durchsichtigen rhomboidalischen Krystallen, voneinem säuerlich zusammenziehenden, etwas kaustischen,Geschmacke, welches man aus jeder Auflösung des Ei-sens in Vitriolsaure durch Abrauchen und Abkühlen, oderaus Schwefelkiesen, welche verwittern, oder aufSchwe-felhütten aus den schon erschöpften Schwefelbränden undan einigen Orten auch bey der Alaunbereitung gewinnt.
Der Kupfervitriol ist ein Salz in blauen länglichrhomboidalischen oder breiten sechsseitig prismatischen,an den Enden schief abgestumpften Krystallen, von einemzusammenziehend säuerlichen, ätzenden und widrigen Ge-schmacke, welches Salz man aus der Auflösung des Ku-pfers in Vitriolsäure, auch aus gerösteten und zer-fallenen Kupferkiesen, oder aus geröstetem Kupferroh-steine, wie auch aus dem mit Schwefel gebrannten Ku-pfer erhält. Hin und wieder findet es sich auch natür-lich, entweder in fester Gestalt, oder aufgelöset, als Ce-mentwasser.
Der Zinkvitriol, weiße, Goslarische Vitriol, dasweiße Kupferwasser oder Gallitzenstein, ist ein Salz vonweißen, vierseitig prismatischen Krystallen, wovon zweyentgegengesetzte Seitenflächen breiter, als die andern,find, mit vierseitig pyramidalischen Endspitzen; es hateinen zusammenziehenden, säuerlichen, beizenden Ge-schmack und wird im Großen besonders zu Goslar aus ei-nem Zinkerze des Rammelsbergs bereitet, welches Bley,
Sil-