Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Vulkane.

gen 8V2 Uhr folgten die Explosionen fast ununter-brochen auf einander; die Feuerströme, die nun denganzen Crater zur Grundfläche hatten, stiegen in py-xamidalischer Form auf eine unglaubliche Höhe, schüt-teten eine Menge brennender Materien herab, undverbreiteten einen Rauch, der das Licht des Feuerszurückwarf, und den Glanz des ganzen Schauspielserhöhete. Endlich hörte man um y Uhr eine schreck-liche Explosion, stärker als der Knall des gröbstenGeschützes, und mit ihr stieg ein dicker schwarzer Rauchin die Luft, der einen Theil des Craters mit sichführte. In wenig Augenblicken zeigte sich durch die-sen Rauch die Fcuersäule wieder, welche sich nun aufeine Höhe erhob, die man drey Mal größer, als dieHöhe des ganzen Berges, d. i. auf 6000 Schuh,schätzen konnte. Die Masse des Rauchs nahm ihreHauptrichtung auf den Somma und Ottojano zu,stieg aber so hoch, daß man zu Neapel und überallin der Nähe glaubte, sie erreiche den Scheitel undwerde alles unter Steine und Asche begraben, Siezeigte nach allen Richtungen wirbelnde Bewegungen,und theilte sich in Gruppen, die von dem Feuer undden überall hervorschießenden Blitzen auf tausend ver-schiedene Arten erleuchtet wurden. Die Feuersäulewar so stark, als ob die Erde einen Theil ihrer bren-nenden Eingeweide auswürfe. Der Regen von bren-nenden Materien verstärkte noch ihre scheinbare Größe,und das Meer, das ihren Glanz zurück warf, glichdem eröffneten Schlunde der Hölle.

Bey diesem Lichte konnte man in Neapel die klein-ste Schrift lesen. Die unten senkrechte Säule bogsich am obern Ende; ein Theil von ihr ward vomWinde in die Ferne geführt, ein andrer siel auf denVesuv und das Atrio del Cavallo zurück, welche da-von wie in einen feurigen Schleyer verhüllt wurden.