2Z2 Wachsfiguren. Wachstuch.
ter dieser Kunst ist. In Europa trieben die Venetla-ner die Kunst, Wachs zu bleichen, zuerst im Großen,und im irrten Jahrhundert kam dieselbe durch einigeWenctianer nach Nürnberg. Herr von Born machtedie Erfahrung, daß das gelbe Wachs sehr gut bleiche,wenn man es dem Dampfe von der dephlogisiisirtcnSalzsäure aussetzt. 2
1. Beck Manns Anlcit. zur Technologie. 1787. S. 205 2.Ephemeriden für die Naturkunde, Ockonomie rc> 17SS,von Schedel. 1. u. 2. Quartal. S- 201.
Wachsfiguren s. anatomische.
Wachslichter waren zur Zeit des Dominikaners Flam-ma, im Anfange des dreyzehnten Jahrhunderts, nochunbekannt. Auch am Ende des i^tcn Jahrhundertswar das Wachs in Frankreich noch so kostbar, daß manes für ein ansehnliches Gelübde hielt, als Philippder Dreiste, Herzog von Burgund, der im Jahr i z6lzur Regierung kam, dem heiligen Anton von Vien-ue für die Gesundheit seines kranken Sohnes so vielWachs bot, als dieser schwer war. * Man hat inHolland ökonomische Wachslichter erfunden, die ausWachs und Kartoffeln bestehen, einen Livre und 12Sols kosten, und wovon Z auf ein Pfund gehen.Ein solches Licht brennt 15 Stunden, wenn es nochfrisch ist, und 16 bis 17 Stunden, wenn man eseinige Zeit aufhebt und trocknen läßt. Diese Lichtergeben ein sehr Helles Licht, wenig Rauch und fleckennicht. 2
1. BeckmannS Anleitung zur Technologie. Göttingen 1737.S- 213. 2. Gvthaischer Hofkalender. 1738.
Wachsmalerey s. Encaustik.
Wachstafeln s. Schreib tafeln.
Wachstuch. Statt des Wachstuchs bedienten sich dieChinesen deS groben Laffcts, den sie mehrmals mitdickem Lel besinchen, wpdurch er undurchdringlich wur-de.