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Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wahrsagerkunst. 265

doch noch fähig seyn, von einem andern Körper etwasaufzulösen.

Wahrsagcrkunst war eine abergläubische Kunst, nach wel-cher man aus gewissen zufälligen Ereignissen künftigeDinge vorher sagen wollte. Die Griechen hatten meh-rere Arten des Wahrsagens, z. B. dieHicromantie, oderHreroscopie, da man aus der Beschaffenheit der Einge-weide eines Opfcrthiers wahrsagte; die Pyromantie,da man aus dem Opferfeucr wahrsagte; die Kleroman-tie oder die Wahrsagung durchs Loos; die Stichoman-tie oder die Deutung durch Verse; die Rhabdomantie,da man durchs Ziehen oder Fallen kleiner Stäbe wahr-sagte.

Die ersten Spuren dieser abergläubischen Kunst findensich schon unter den Chaldäern, welche aus dem Lauf derSterne wahrsagten (siehe Astrologie).

Zu Josephs Zeit hatten die Egyptier Wahrsager,welche die Träume auslegten i und die Nativität stell-ten. Auch soll das Nativitätstellen aus Egyptcn nach Eu-ropa gekommen seyn. ^

Das Wahrsagen aus den Vögeln, nämlich auS ihrerBeschaffenheit, erfand Car, von dem Carlen den Na-men hat; das Wahrsagen aus den übrigen Thieren er-fand Orpheus, » wiewohl Einige dieses auch denPhrygiern, * Andere den Arabern ^ zuschreiben. DasWahrsagen aus den Opfern oder aus den Eingeweidender Thiere erfand Thamyras auf der Insel Cypern; *nach Andern aber Delphus oder Apoll. ? Apolllehrte dem Merkur die Kunst, mit gewissen Sternchenzu wahrsagen ^ und unterrichtete auch den Mopsus imWahrsagen. ? Das Wahrsagen aus dem Feuer oderaus der Opferflamme erfand Amphiaraus, auchder Erste war, der sich der Bohnen, als einer, seinerMeynung nach, der Wahrsagcrkunst schädlichen Sache