Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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LÜ4

Wahlverwandtschaft,

und Blutkauge geben, zusammengemischt, Berlinerblau,indeß zugleich die Saure sich mit dem Alcali zu einemMittelsalz verbindet.

Wenn 2 Körper durch ihre gegenseitige Verwandtschaftzu einem einzigen verbunden werden sollen, so ist esnothwendig, daß wenigstens der eine von ihnen in einemflüssigen Zustande vorhanden sey. Feste Körper müssendaher erst durch» Feuer in einen flüssigen Zustand gebrachtwerden, um sich zu vereinigen. Man hat daher Auflö«sung auf dem nassen und aufdcm trockenenWege. Auflösun-gen auf nassem Wege geben z. B. Salz und Wasser, Zu-cker und Wein, Kupfer und Scheidewasser. Auf trocke-nem Wege erhalt man Auflösungen durch Zusammcn-schmelzung verschiedener Metalle, z. B. Kupfer undSilber, Zinn und Bley. Unmischbar sind z. B. Wasserund Oel, Quecksilber und Weingeist. Zu Hner voll-kommenen Auflösung wird erfordert, daß der dadurchentstandene Körper ein völlig gleichartiges (homogenes)Ansehen habe. — Bey der Auflösung von Metallen inSauren entsteht Warme, und bey der Auflösung vonEis und Schnee in Salpeter- oder Schwefelsaure entstehtKälte. — Ein Maaß gemeines Wafferund i MaaßSalzwasser geben, zusammengemischt, weniger als 2 Maaß.Zwey Kugeln von Kupfer und 2 gleichgroße von Zinngeben, zusammengeschmolzen, nicht mehr Z solche Kugeln.

-—> Ein jedes Auflösungsmittel kann nur eine gewisseQuantität des aufzulösenden Körpers in sich aufnehmen,und wenn es diese aufgenommen hat, heißt es gesättigt.Der Sättigungspunkt aber ist nach Verschiedenheit derTemperatur verschieden: je wärmer nämlich das Auflö-sungsmittel ist, desto mehr kann es auflösen. Ueber-haupt wird durch die Warme die auflösende Kraft desAuflösungsmittels verstärkt, und daher ist die Wärmeein Beförderungsmittel der Auflösung. — Auch kannein Mittel in Ansehung eines Körpers gesättigt, und

doch