Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wasser.

2° In Frankreich wiederholte zuerst Herr Mongezin Mezieres diesen Versuch mit gleichem Erfolge,worauf UM Lavoisier und Meusnier nachfolg-ten, welche fanden, daß jede Unze ^>es erhaltenen säu-erlichen Wassers 5 Gran Salpetersäure erhielt. Glei-chen Versuch machte auch der Mcchanikus Fortin, 2*de la Place und le Fevrc de Gincau. 22Priestley machte die Versuche des Lavoisier mitgetrockneten Luftarten nach, da er dann bey der Ver-brennung weit weniger Wasser erhielt, als das Ge-wicht der vermischten Lustarten betrug und eS zeigtesich eine wahre Salpetersäure dabey. Er folgert da-her auS jenen Versuchen nur soviel, daß sich dasWasser mit den Luftarten verbinden und ihre Gestaltannehmen könne, nicht aber, daß das Wasser selbstaus den Grundtheilen mehrerer Luftarten zusammen-gesetzt sey, wie Lavoisier behauptet hatte. Priest-ley nimmt das Wasser nur als die Basis der Luft-arten an, oder er behauptet, daß das Wasser nur indie Zusammensetzung aller Luftarren komme. ^ Auchfand Priestley, daß bey dem Verbrennen beyderLuftarten die Säure nur dann zum Vorschein kommt,wenn ein Uebcrfluß von dcphlogistisirter Luft Stattfindet, daß man aber nur simples Wasser erhalt, wennein Ueberfluß von endzündbarem Gas vorhanden ist.Er sucht die Basis dieser Saure nicht in der phlogi-slisirten, sondern in der dephlogistisirten und brennba-ren Luft und wird dabey in der Meynung bestärkt,daß das Wasser schon vorher in den Luftarten ent-halten sey. " Auch v. Deimann und Herr Troost-wik zeigten, daß das Wasser, welches Cavcndishund Lavoisier hervorzubringen glaubten, wenn siedephlogistisirte und inflammable Lust mit einanderlangsam verbrannten, nichts als eine Saure sey, diesich wieder krystallisire und von einerley Art mit derdephlogistisirten Luft sey, die man zu dieser Untersu-chung