Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wasserorgel.

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wird in der gedachten Stelle des TertullianS alsein so vollkommenes Kunstwerk beschrieben, daß eswohl nicht das erste seiner Art gewesen seyn kann.Es ist vielmehr zu vermuthen, daß das Alter derWafferorzeln noch über den Archimedes hinausreicht,daß aber Archimedes die Wasserorgcln sehr verbes-serte. Vitruv, 2 Plinius ^ „nd Athenaus «schreiben die Erfindung der Wasserorgeln dem Ctesi-bius in Alerandrien zu; dieß kann aber noch wenigervon der ersten Erfindung der Wasserorgeln zu verste-hen seyn, wenn Ctesibius wirklich spater als Ar-chimedes, nämlich in der ibgsten Olympiade, imJahr 6g4 n. R. E. oder 120 Jahre vor Christi Ge-burt, unter dem egyptischen Könige PtolemausPhyscon, lebte. Doch glauben Viele, daß Cte-sibius 245 Jahre vor C. G., mithin auch früher, alsArchimedes, gelebt habe. Nur so viel erhellet ausden angeführten Schriftstellern, daß Ctesibius aucheine Wasserorgel erfand, von denen es verschiedeneArten gab. Einige meynen, das Ctesibius seineKunst von dem Aleides gelernt habe, Athenäusmeldet indessen, daß Plato eine Uhr verfertigte unddadurch den Ctesibius auf die Erfindung der Was-serorgel leitete, da hingegen Vitruv behauptet, daßCtesibius durch eignes Nachdenken über das Geräuschdes Wassers und über die verschiedenen Töne, die derDruck der Luft auf das Wasser verursacht, auf dieseErfindung gekommen sey. Einige halten dafür, daßzur Zeit deS Ctesibius schon eine Windorgel vorhandengewesen sey, an der Ctesibius den Gebrauch desWassers anbrachte, welches dem zu starken Windezum Gegengewicht diente, woraus dann seine Wasser-orgel entstand. Jene Windorgel soll eine Sackpfeifegewesen seyn, in der viele Röhren stocken; an dieserschaffte Ctesibius den mit Luft gefüllten ledernenSchlauch ab, brachte festere Luftbehältnisse an und setz-