Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wasserorgel.

Zu

te der Luft durch den Gegendruck des Wassers einZiel. 5 Die Orgel des Ctesibius hatte ein Regi-ster und wurde mit der Claviatur gespielt. Man findetihre Beschreibung beym Salmasius. §

Aus den so verschiedenen Beschreibungen, welchedie Alten von den Wasserorgeln geben, erhellet satt-sam, daß es mehr als eine Art von Wasserorgeln gab.Nach Philons Angabe war bey einer solchen Orgelstatt des Blasebalgs ein metallener Zylinder mit einemKolben. Die Luft wurde in einen umgekehrten me-tallenen Trichter geblasen und trieb das darin am Bo-den befindliche Wasser in einen den Trichter ganz um-schließenden Kasten durch die Oeffnung am Boden desTrichters heraus. Dadurch wurde die Luft, sowohlim Trichter, als im Kasten, wenn dieser ganz ge-schlossen war, zusammengepreßt, wie es etwa in denWindkesseln der Feuerspritzen geschieht; man erhieltdadurch einen ziemlich gleichen Druck und eben daherauch eine gleiche Starke des Tons.

Die Beschreibung, welche Vitruv, ein Zeitgenossedes Augustus, von der Wasserorgel giebt, ist sehrdunkel, worüber auch der Herr Superintendent Spon-sel in seiner Orgelhistorie klagt. Wenn man dieselbemit derjenigen Beschreibung vergleicht, die Porphy-rius in seinem Lobgedichte auf Constantin denGroßen von den Wasserorgeln giebt, so bestand dieWasserorgel aus einem länglich viereckigen Fußgestellevon Holz, auf welchem ein kupferner Kasten ruhete.Dieser Kasten war mit einer metallenen und durchlö-cherten Platte versehen, in welche die Pfeifen einge-setzt wurden. Da der Kasten die Stelle des Blase-balgs vertreten mußte, so waren zum Windfange dreykupferne Gesäße darin angebracht, ein größeres in derMitte und zwey kleinere auf beyden Seiten, die aberoberwärts durch gekrümmte kupferne Rühren mit ein-ander