Wegmesser.
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Die Erfindung des Wegweisers ist alt; schon Vi-truv i erfand und beschrieb einen Wegmesser für einenWagen, der seiner Meynung nach auch auf dem Schiffebrauchbar seyn sollte. Eine Stelle des I u l i u s Capi-tolinus läßt vermuthen, daß auch.Kayser Commo-dus einen Schrittzähler gehabt habe.
Johann Ferne!, Leibarzt derKöniginKatha rinevon Medicis, maaß 1550, bey der Gradmcssung vonParis nach Amiens, den Weg von Paris nach Amiensnach den Umläufen eines Rads und fand ihn 63096 ge-ometrische Schritte lang. Jeder Radumlauf wurde beydiesem Wegmesser durch einen Hammer, der an eineGlocke schlug, angezeigt.
Kayser Rudolph Il>, der von 1576 bis 1612 re-gierte, hatte zwey Wegmesser, die nicht nur die Entfer-nungen angaben, sondern solche sogar von selbst auf Pa-pier zeichneten. Einen davon soll, wie Boot erzählt,Kayser Rudolph selbst erfunden haben. Paul Pfin-zing, Rathsherr zu Nürnberg, der 1^54 geboren wur-de und 1599 starb, erfand im Jahr 1598 einen Weg-messer, den Levin Hulsius 1615 beschrieb und dernoch auf der Kunstkammcr zu Dresden aufbewahrt wird. 2Daselbst befindet sich auch noch der Wegmesser, dessensich Kurfürst August von Sachsen, der von 1553 bis158Ü regierte, bey Vermessung seines Landes bediente;man vermuthet, daß Martin Feyhel, derausNaum-burg gebürtig und zu Augsburg wohnhaft war, denselbenerfand. Bion -> rühmt den von Sauveur verbesser-ten Wegmesser, der an dsn Kutschen angebracht wird.Im Jahr 1724 erfand Mcynier einen Wegmesser, *den Guthier (Andere ^ schreiben Outhier) imJahr1740 verbesserte. Adam Friedrich Zürner ver-besserte den Wegmesser und bediente sich seines verbesser-ten Wegmessers bey der sächsischen Landcsausmessung. 6Die vollkommensten Wegmesser erfand der Berlinische
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