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Wettrennen.
> vom Jahr 149z, sich das abgehende Gewicht an ziem-lichen Orten anhängen lassen, wie es noch bey denRennen in England geschieht, nur daß hier, nach ei-ner Parleinentsacle vom Jahr 1727, jeder Renner80 bis 90, der Deutsche aber 12z Pfund haben soll.Montags früh mit 5 Uhr mußten zu Nördlingen alleRenner auf der Rennbahn erscheinen und losen; mit7 Uhr siel das Seil zum Einlaß, die Bürgermeistergaben das Zeichen zum Abrennen und wer zuerst dasaufgesteckte Ziel von Stroh erreichte, der erhielt z 5Ellen Scharlach, der Zweyte eine Armbrust, der Drit-te ein Schwerdt, der Letzte unter Allen bekam, wahr-scheinlich für das Zurückbleiben, zum Schimpf einSchwein. Bey entstandenen Irrungen mußten Alle,auf ihr Angeloben, sich dem Ausspruche des Ammannsvon Nördlingen unterwerfen. Das verdrüßliche Ent-scheiden dieser Händel setzte aber die Stadt mancherFehde aus, daher die Nördlinger das Nennen gleichnach 1498 gar einstellen wollten; aber dem benach-barten Adel scheint an der Haltung desselben gelegengewesen zu seyn, weil Kayscr Maximilian I. i. I.1496 ein Schreiben von Augsburg schickte, daß dieNördlinger wie gewöhnlich das Scharlachrcnnen hal-ten sollten, weil viele Fürsten, Grafen, Ritter undKnechte am kayserlichen Hoflager Lust dazu hätten.-Won dieser Zeit an dauerte das Wettrennen noch biszu Ende des i6ten Jahrhunderts fort, wo es danneingestellt wurde. ^ In den Nürnbergischen Annalenfindet sich im Jahr 1477, bey Gelegenheit eines Arm-brustschießens, die erste Nachricht von einem Wettren-nen ;u Pferde; man legte einen Gulden ein und eswurden drey Gaben gemacht, die erste war ein silber-nes und vergoldetes großes Trinkgeschirr oder Scheue-ren für 40 Fl.; die zweyte ein silberner Becher für14 Fl.; die dritte ein silberner Becher für 6 Fl. 2
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