Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wettrennen.

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Wettrennen war eine Uebung in den Gymnasien derGriechen und Nvmer, welche theils zu Fuße, theilszu Pferde, theils mit dem Wagen vorgenommen wur-de. Das Wettrennen mit dem Wagen wurde vonden Einwohnern zu Elis erfunden, i Seit dem An-fange des igten Jahrhunderts wurde zu Nördli'ngen«in Wettrennen zu Pferde gehalten, das von demHauptgewinnste dabey das Scharlachrenncn genanntwurde; doch kann man dieses erst von dem Jahre1442 an mit glaubwürdigen Urkunden belegen. Indiesem angeführten Jahre wollte Anselm von Pberg(oder Eyberg), ein schwäbischer Ritter, die Nennermit 700 Mann aufheben, wurde aber abgetrieben,weil man durch öftere Erfahrung belehrt, am Lagedes Rennens die Bahn und die Stadtmauern mit Leu-ten und Geschütz besetzt hielt. Dieses Scharlachren-nen wurde alle Jahre am Montage nach dem Frohn-leichnamstage, auf einem großen Wieseaplatze, dieReichs- oder Kayserswiese genannt, gehalten. DerMagistrat schickte an den benachbarten hohen und nie-dern Adel und an die Städte Einladungsschreiben, undes fand sich eine große Anzahl Renner ein, worunter nichtwenige Fürsten und Grasen waren. Schon 1445 warMarggraf Albrecht von Brandenburg und HanSGraf von Oettingen bey dem Rennen. Alle ohneUnterschied mußten sich der festgesetzten Scharlachordnungunterwerfen, von welcher man noch Exemplare von1463, 1464, und 1524 in dem Nordlingischen Archi-ve findet. Hier war bestimmt, daß alle mannbareLeute, die ohne Wehr und Waffen wären und mitSporen sich einsänken, zugelassen, und von dem Bür-germeister sammt ihren Pferden gezeichnet werden soll-ten, wenn sie vorher einen Gulden erlegt hätten.Noch vor dem Bezeichnen wurde untersucht, ob Einernicht weniger als 12g Pfund wog; wer wenigerwog,mußte, nach einer Verordnung Maximilians l.

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