Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Windbüchse.

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flnder mit Namen, Ort und Jahr angegeben wird, soist dieses Zeugniß immer von beträchtlichem Gewicht.Mersene führt an, daß ein französischer Künstler,Namens Marin, Bürger zu Lisieur in der Nor-mandie, für den König Heinrich IV., der von IZ89bis 1610 regierte, eine Windbüchsc ? verfertiget ha-be, woraus man schon sieht, daß hier nicht von derersten Erfindung die Rede seyn kann. Eben so un-richtig ist es, wenn Einige behaupten, daß ein Mecha-nikers in Amsterdam, Namens Barth. Koes ^ umdas Jahr i6t>o die Windbüchse erfunden habe.

Im i7ten Jahrhundert, wo man die Eigenschaf-ten der Luft durch Versuche kennen lernte, wurdendiese Gewehre bekannter. Otto von Guericke erfanddie Magdcburgische Windbüchse, ^ aus der man mitder Luft schießt, wie man sie an einem Orte findet;es wird eine ausgepumpte Kugel an den Lauf ge-schraubt, da dann die Luft, die in den luftleeren Raumhineinfährt, die Kugel, die im Lauf liegt, mit Ge- -walt heraustreibt. Nachher haben Nürnbcrgische Künst-ler größere Windbüchsen verfertiget, die den Namender Windkanonen führten und 4 Pfund schwere Ku-geln 400 Schritte weit durch ein ,2 Zoll dickes Brettrieben, E,'n Nürnbergischer Meister erfand aucheine Art Windbüchsen, mit welchen man aus einemLauf erst mit Pulver, dann mit Wind Wechselsweiseschießen konnte; wenn ein solches Rohr einmal gela-den war, konnte man zehn Schüsse nach einander da-mit thun. Er machte auch Pistolen, mit denen man.wenn sie einmal mit Wind geladen waren, sechs Mal,schießen konnte. ^

Der berühmte.!). Lieberkühn erfand die Wind-büchse mit der messingenen Kugel, worin das Ventil-gehäuse ist, um sie mit Luft vollpumpcn zu können;diese Kugel wird auf das Schloß der Büchse ge-schraubt. ^

Ein