Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
Seite
400
JPEG-Download
 

400 Wülste. Würfel.

Wülste, welche die Frauenzimmer über bett Hüften tragest,sind durch die Kreuzzüge nach Europa gebrächt wordenund rühren von dem Wohlgefallen der Araber an einerdicken und fetten Taille her. In der Folge entstandenaus den Wülsten die Paniers und Poschen.

Wütfel, 6 ubiis. Zu der Aufgabe der Verdoppelung deSWürfels gab Folgendes die Veranlassung r auf der InselDelus war eine Pest; die Einwohner fragten daher dasOrakel, was für ein Mittel sie gegen dieses Uebel brau-chen sollten und erhielten zur Antwort, daß sie den Altardes Apollo nöch ein Mal so groß machen sollten. Die-ser Altar bestand aus einem Würfel; daher entstand dieAufgabe, die Seite eines Würfels zu finden, der zweyMal so groß sey, als ein anderer gegebener Würfel.Hippocrales Chius nahm zuerst währ, daß dieseAufgabe mit derjenigen übereinkomme, welche fordert,zwischen zwey gegebenen Linien zwey mittlere Proportio-nal- Linien in beständigem Verhältniß zu finden. * Ar-chytas von Tarent, der mit Plats lebte, erfand dieMethode, wie man zwischen zwey gegebenen Linien zweymittlere Proportional-Linien finden könne. ^ Hierauferfand Diokles die krumme Linie Ciffois, die zuntzweyten Geschlecht gerechnet wird, und Nieomedes,200 Jahre vor Christi Geburt, die Comhois, die manzum dritten Geschlechte zahlt; beyde wußten durch Hülfedieser Linien zwischen zwey geraden Linien zwey mittlereProportional-Linien zu finden. ^ Andere wollen auchdie Verdoppelung des Würfels dem Griechen Menech-mus zuschreiben, der mit Platv lebte und ein Schü-ler des Eudoxus war. *

1. Wolfs mathemat. Lcx. Leipzig. 1716, unter Leliscinakroklems. 2. Stachrichten von dem Leben und den Er-findungen berühmter Mathematiker. 1788. I. Th. S. 23.Allgcm. hist. Sex. Leipzig. I70S. I. S; 185. s. S. ÄuschHandbuch der Erfind. 17SL. M. Th. S. 349. unter Linie.

4 .