Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Wmidarzneykunst.

die Kriege nothwendig machten. Nach dem Bericht desPlinius bestand die Wissenschaft der ersten Aerzteblos in Ausübung der Wundarzncykunst. * Die Egyp-tier halten den Apis, ^ die Griechen aber denCentauren Chiron für den Erfinder der Wundarzney-kunst. b Chiron war ein Thessalier, der nach Eini-gen iZoo Jahre vor Christi Geburt lebte; Einige glau-ben, sein Name habe Gelegenheit gegeben, diese Wis-senschaft Chirurgie zu benennen, * Andere ^ aber be-haupten, Chirurgie habe den Namen von die Hand,weil es bey dieser Kunst auf eine geschickte Hand ankom-me, und Chiron selbst habe von ihr den Namen bekom-men. Dieser Chiron, welcher für einen Sohn deSSaturn und der Philyra gehalten wird, unterrich-tete den ersten Aesculap, einen Sohn des Apollo,in der Wundarzncykunst, und man erzählt, daß dieserAesculap die Wunden zuerst verbunden habe, § da-her ihn Cicero gar zum Erfinder der Wundarzney-kunst macht. Aesculap unterrichtete wieder seine bey-den Söhne den Podalirius und Machnon in die-ser Kunst. Auch von der Art, wie die Alten die Wun-den behandelten, sind einige Nachrichten vorhanden.Als Menelaus von einem Pfeile verwundet wurde,ließ er den gedachten Machaon rufen, welcher dieWunde betrachtete, das Blut Heraussog und einenschmerzstillenden Lerband daraus legte, ? der gewöhn-lich aus dem Saft einer bittern zerstoßenen Wurzel be-stand; 2 vorher aber wusch man die Wunde mit lau-lichtem Wasser. ^ Auch die alten Deutschen ließensich das Blut aus ihren Wunden saugen, weil dadurchdie Heilung befördert wird, aber das klebrige überlie-ßen sie der Natur. " Achilles entdeckte zuerst diegute Wirkung des Grünspans bey der Behandlung derWunden, denn er heilte den Telephus mit dem Rostseiner Lanze, deren Spitze von Kupfer war. n DieSöhne deS Autolycus verbanden die Wunden des

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