Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Zauberlaterne.

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fönne; so hatten sie ihn ersucht, die Helden des Ho»mer aus dem Grabe hervorkommen zu lassen undsie ihnen zu zeigen. Doctor Faust bestellte die Stu-denten nach einiger Zeit zu sich, brachte sie in einefinstere Kammer und verbot ihnen zu sprechen (weilihnen die Schgktenheldcn natürlich auf vorgelegte Fra-gen nicht antworten konnten). Er ließ hierauf einenHelden nach dem andern hervortreten, und da er merk-te, daß sie zuletzt über den einäugigen Riesen Poly-phem in Furcht gericthen, den er mit einem rothenBart und ein Paar Schenkeln im Munde, als prenner einen Menschen gefressen hatte, und mit einem ei-sernen Spieß in der Hand, vorgestellt hatte, so thatFaust, als ob er den Riesen nicht wieder fortbrin-gen könnte, er winkte ihm, daß er fortgehen sollte,aber der Riese blieb stehen. Man vernahm zu glei-cher Zeit einen Stoß mit einer eisernen Stange, .denman dem Riesen zuschrieb und wodurch das ganzeHaus erschüttert wurde; hierüber gerieth Alles i» diegrößte Bestürzung. Die Furcht vor dem gräßlichenRiesen machte auf zwey Studenten einen solchen Ein-druck, daß sie sich einbildeten und überall ausbreiteten,er hätte sie bereits mit seinen Zahnen angepackt ge-habt und auffressen wollen. ^ Man hat hieraus schlie-ßen wollen, daß Faust die Zauberlaterne gekannt h^be; allein die Wirkungen, die er zu Erfurt mit. lenHelden des Homer hervorgebracht haben soll, kssensich eher durch einen cylindrischen Hohlspiegel erklä-ren, der gewöhnlich aus Frauenglas gemacb> wird.Man kann damit Bilder m der freyen Luft eorLellenund zwar so, daß man den Apparat verberge* kann.Kircher stellte mit einem solchen Spiegel "e Him-melfahrt Christi so vor, daß alle Bilder in^r freyenLuft zu schweben schienen. Zuweilen stellt' " dadurchein brennendes Licht in freyer Lust dar 'd §"klt denFinger in die Flamme. ^

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