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Zauberlaterne,
das Sonnenmicroscöp. Euler gab schon eine Ver-richtung an, undurchsichtige Gegenstände, welche vonder Nordseite erleuchtet werden müssen, durch die Zau-derlatcrne abzubilden, l
Man hat lange darüber gestritten, wer der eigent-liche Erfinder der Zauberlaterne sey. Ozanam 2meynte, Roger Baco, der im rzten Jahrhundertlebte, habe sie schon gekannt; aber es ist ungegrün-det, Auch trug man sich mit einer Erzählung, daßein Künstler dem Kayser Nudolph'll. (-s 1612)alle Kayser, vom Julius Cäsar an, in Lebens-größe vorgestellt habe und deßwegen für einen Zaube-rer gehalten worden sey; man weiß aber nicht, wieviel von dieser Sage wahr ist, und wäre sie auchwahr, so konnte jene Wirkung auch ohne Zauberlater-ne hervorgebracht werden, wie aus dem Folgenden er-hellen wird.
Andere haben geglaubt, daß H. Johann Faustschon Gauckeleyen mit der Zauberlaterne vorgenommenhabe. Daß ein Johann Faust zu den Zeiten desTrithemius (geb. 1462, gest. rzry) gelebt habe,ist, wie aus den unten angeführten Schriften ^ erhel-let, .außer Zweifel; dieß kann man aus den Briefendes Trithemius S. Z 12 ersehen; auch schrieb Con-rad Geßner an den Joh, Crato (läb. l. e^iü.
daß Faust nicht gar lange gestorben sey. ^ Die-ser Faust war nicht einerley Person mit dem Buch-drucker dieses Namens. Erst studierte er Theologie,dann Medicin und wurde Doctor. Eine alte Erfur-ter Chronik meldet von ihm, daß er daselbst von derUniversität Erlaubniß erhalten habe, ein CollegiumÜber den Homer zu lesen, in welchem er die Hel-den des Homer so deutlich beschrieb, als wenn ersie alle gesehen hatte. Da nun die Studenten schonHkhöll -Men, haß Faust unerhörte Dinge verrichten
kön-