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Zeitungen.
Nachrichten von Gnadenbezeugungen, die er den Man-darinen oder dem Volke angedeihen laßt u. s. w.
Wenn und wo in Deutschland die Zeitungen zuerst ent-standen sind, läßt sich nicht bestimmen; Alles, was mansagen kann, ist dieses, daß vor dem i6ten Jahrhundertkeine daselbst bekannt waren und daß ihre periodische Er-scheinung zu festgesetzten Zeiten erst in die letzten Jahredes löten Jahrhunderts fallt. Auf jeden Fall sind aberdie deutschen Zeitungen alter, als die venetianischen Ga-zetten, die überhaupt mehr unsern heutigen Intelligenz-blättern geglichen haben mögen. Daß im löten Jahr-hundertZeitungcn in Deutschland geschrieben wurden, istaußer Streit, i sie waren aber anfangs noch nicht perio-disch, sondern bestanden aus einzelnen fliegenden Blattern,die man nur bey unruhigen, wichtigen Zeitperioden, zurBefriedigung der Neugier des Publikums lieferte, undZeitung, sonderlich neue Zeitung nannte, welche Be-deutung dieses Worts man in den Wörterbüchern desigten Jahrhunderts noch nicht findet. Am meisten la-gen den Deutschen die Kriege und Schlachten, besondersdie Türkenkriege, am Herzen, wegen des Contingents,welches die deutschen Stande dem Kayser geben mußten,und von dessen Schicksalen und Thaten man bald unter-richtet seyn wollte, daher man dem besorgten und neu-gierigen Vaterlande durch eine gedruckte Zeitung zu Hülsekam. Dergleichen einzelne Zeitungsblatter sind beymerkwürdigen Vorfallen, besonders zu Nürnberg, mehreregedruckt worden ; z. B. News Zeitung: wie undwelchergestalt Kayserliche Majestät, mit sampt den Kö-nigen von Hungern un Polen Am Sechzehenten Tag Ju-lii Tausend fünfhundert fünfzehn zu Wien eingeritten ist,un was sich aldo vcrloufen hat. i ^ B. 4. ^ Auchkam zu Nürnberg heraus: Newe Zeitung vom Türken,so ein gut Freund, der damit und dabey gewest ist, vonWien heraus gehn Nürnberg geschrieben 1529. — Fer-ner: