Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Zeitungen.

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Sammlung feiner Zeitungen von ihrem Anfange an,nebst der Fortsetzung bis zum Jahre 1694, befindet sichin 54 Banden aus der Königl. Bibliothek zu Hannover;der erste Artikel darin handelt vorn Taback. Renan-dot nannte einige seiner Blatter O-^orros, allein seineLandsleute nannten sie liAzots oder Rcißig-Wellen, wo-zu folgender spaßhafte Vorfall Veranlassung gab: alsder Zeitungsträger auf den Straßen in Paris Os^ottosausrief, ermangelte ein Holzhändler, der in der Nahewar, nicht, unmittelbar hinterher seine kagots oderRcißig - Wellen auszurufen. Dieser Wettstreit belustigteeinige Spötter, und l'agok blieb von dem Augenblicke andie Benennung der ersten französischen Zeitung; ja cSwurde sogar zum Sprüchwort, zweifelhafte Geschicht-chen und unverbürgte Nachrichten clcs Kagois zu nennen.Die ganze Sammlung der Renandotschen Zeitungenenthält üörigens vortreffliche Denkwürdig keilen für die allge-meine Geschichte von Europa und besonders für die vonFrankreich. Der Verfasser besaß die Gcschicklichkeit, dieGrenzen seines Entwurfs nicht zu überschreiten; mantrift bey ihm keine ermüdende Ausschweifungen, keinealltägliche Bemerkungen, auch keine unnütze öder bos-haft hingeworfene Stellen an. Er erzählt mit Ordnung,Einsicht, und sein lebhafter Styl giebt seinen Schriftenviel Annehmlichkeit.

In Italien war Venedig, der erste Staat der eine Zei-tung hatte. Wahrscheinlich hatten die Vcnetiancr, ver-mittelst ihrer Schifffahrt und Handlung, Nachricht vonder chinesischen Zeitung, die sie nachahmten; auch konn-ten sie durch ihre Schifffahrt und Handlung , wie auchdurch ihren ausgebreiteten Briefwechsel, viele Nachrichtenaus den entferntesten Ländern erhalten, welche die Kauf-leute dem Senat mittheilten. Dieser kannte die Neu-gierde des Volks, und um dessen Aufmerksamkeit von deneinheimischen Angelegenheiten abzulenken, ließ der Se-nat