Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
Seite
463
JPEG-Download
 

«

Zirkel. 40^

des Zirkels zum Quadrat des Diameters und das Der-haltniß der Peripherie zum Diameter zu bestimmen. ?Peter Metius, ein Holländer, fand im röten Jahr-hundert, daß sich der Durchmesser zur Peripherie desZirkels wie uz zu Z55 verhalte; die Veranlassunghierzu gab ihm Simon a gnercu oder van Eick, derdie Quadratur des Zirkels erfunden zu haben glaubte, sEin anderes Verhältniß zwischen der Peripherie und demDurchmesser des Zirkels erfand der Holländer Lud 0 1 phvan Cculen oder Zeulen, der 1610, im 77.Jahreseines Alters, starb. Den küssenden Zirkel, das ist, ei-nen solchen, der einer andern krummen Linie in einemgegebenen Punkte so nahe kommt, daß zwischen ihm undjener Linie kein andrer Zirkel beschrieben werden kann,der die krumme Linie in eben demselben Punkte berühre,erfand Leibn itz und machte solches 16,86 bekannt; *nachher hat Jacob Bernoulli mehrere solche Zirkeleindeckt. § Daß der Zirkel unter allen krummlinicytenFiguren, die gleichen Umfang mit ihm haben, den groß-tenRaum einschließe, gab Jacob Bernoulli 1697seinem Bruder Johann Bernoulli zu erfinden aufund versprach ihm für die Auflösung ^ dieser Aufgabe50 Rthlr. Johann Bernoulli leistete noch mehr»als sein Bruder gefordert hatte, und theilte seine Erfin-dung 1698 dem Leibnitz, und am istcn Febr. 1701der Akademie der Wissenschaften zu Paris mit. Mangiebt seiner Auflösung den Vorzug vor derjenigen, welcheJacob Bernoulli 1701 bekannt machte. ?

l. Juvenel de CarlencaL Gcsch. der schönen Wiss. undfreyen Künste, ubers. ^>on I. E. Kappe. 1749. I. Th.L. Lbschn. 1Z. Kap. S. 263. 2. I. L. Fabrlcli all-

gem. Historie der Gelehrs. 1752. 2. B. S. 196. Z. Nach-richten von dem Leben und den Erßndungen berühmterMathematiker. Münster. 1763- 1. Th. S. 199. 4. Kct»Lrustil. 1686. p. 290. 5. Kot. Llrustlt. 1692. p. 110»

1694 p. 262. 6. Kct. Lrnstil. 1697. x. 214. 7. Kot.

Lrust. 1701. p. SIS. Hits