Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Zuckerrohr.

merkt, daß durch das Kochen des Kohls (vermuthlichdes Blau-Kohls) mit Alaun eine dunkelblaue Farbeerhalten werden könne, die zum Farben des blauenZuckerpapiers und zum Blauen des Schreibpapier?dienen könnte.

1. Wehrs vem Papier und den Schreibmasscn. Erste Auf-lage. 1789. S. §60. 361. L. Beckmanns Anieit. zurTecknol. Göttingen. 1787. S. 1S1. 132. 3. Vlvtics äs

1'AImLnscll 3ous Verrs des ^lloaies. ksrls. 1790. p. 287.

Zuckerrohr ist ein Nohrgewächse, dessen Blatter aber,welche oben in einer Krone beysammen stehen, längerals beym gemeinen Rohr und so scharf sind, daßman sich hinein stechen kann. Der Stengel wird 7 bisiv Schuh lang, und ist oben io bis 15 Linien, amStrunk aber 1 Zoll dick. Das Nohr hat Knoten,die daumcnsbreit von einander entsernt sind; dieRinde sieht gelblich aus und ist inwendig mit einemweißlichten Mark angefüllt, aus dem ein süßer, durst-stillender Saft gepreßt wird, woraus man den Zuckerkocht.

Das Vaterland des Zuckerrohrs ist Asien, besondersOstindien; in China ist die Landschaft Suchucn vor-züglich reich an Zucker. Aus Asien kam das Zucker-rohr zuerst nach Cypern, dann nach Sicilien, wo eswenigstens im Jahr 1148 schon in Menge gebautwurde; man vermuthet, daß es die Saracenen ausIndien mit dahin brachten. Aus Sicilien ließ derportugiesische Prinz Heinrich, Herzog von Visco,Zuckerrohr bringen und ließ es im Jahr 1419 aufMadera und Porto Santo pflanzen. Von da wurdedas Zuckerrohr auf die übrigen Kanarischen Inseln,und entweder von diesen, oder von Angola, auf derafrikanischen Küste, durch die Portugiesen zuerst nachBrasilien gebracht. Dempster hat also geirrt, wenn

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