Zuckech'ederey.
die erste Zuckersiederey in Deutchland gewesen sey»könnte.
Die Kunst, den Zucker zu rafsiniren, ist noch spä-tter, als das Zuckersieden, von einem Venetianer er-funden worden, der sich dadurch einen Reichthum vonloooL) Kronen erworben haben soll. * Anfangswurde aller Zucker mit Eyweiß geklaret; aber zu Endedes »7ten Jahrhunders erfand man das Abklären deSZuckers mit Ochsenblut. Man kam hernach auf denGedanken, daß das Blut den Syrup verderbe undekelhaft mache, daher der Magistrat zu Amsterdam inden Jahren 1704, 1714, 1721, und 1732 das Ab-klären mit Blut verbot. Jetzt wird nur zu den fei-nern Sorten des Zuckers Eyweiß gebraucht. 6 DieKrystalle der Salze Pflegen mit dem klebrigen Wesen,in welchem sie sich gebildet haben, überzogen zu seyn;nm sie hiervon zu reinigen, wäscht man sie in Wasserab. Da dieses aber bey sehr schmelzbarem Zucker nicht, angeht, so ist man darauf gefallen, die noch weichenBrode mit einem Thon zu belegen, über den manWasser gießt, damit dieses sehr langsam, gleichförmigund in kleinen Theilen den ganzen Hut durchdringen,und durch die Oeffnung der Form mit dem abge-spühlten klebrigen Wesen ablaufen könne. Den hierzuschicklichen Thon hat man an mehreren Orten gefunden.Um das Jahr 1775 entdeckte ein Bauer, HannsHeinrich Bremer, in Bremerode, einem Dorfe'inrKirchspiel Kircherode, unter dem adeligen Gerichte derHerren von Grevemeier, eine halbe Stunde vonHannover, aus seiner Wiese eine sehr weiße Erde,die Herr Winkelmann in Hannover mit Nutzen infeiner Zuckerrasssnerie brauchte. § In Berlin ließHerr Splitgerber, durch Engländer, die er kom-men ließ, eine Zuckerslederey anlegen. ? Die beträcht-liche Raffinerie in Stockholm brachte Herr I. C. Krä-mer