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Seide und Seidenbau.'
lf sie«, im Jahre 1521, Seidenweber aus Mayland.3 Indessen scheint die Einführung der SeidenraupenzuchtS anfangs viele Schwierigkeiten und Hindernisse, sowohl>r von Seiten der Landbewohner, als auch vom Handels-r, stände in Frankreich erlitten zu haben. Erstere schienenn nicht sehr geneigt zu sein, sich diesem neuen unbekanntenn Erwerbszweig zu unterziehen, und Letzterer fand seinener Vortheil dabei, die rohe Seide aus Italien, Spanien>ß und Persien zu verschreiben, und so dauerte das Schwan«e- ken zwischen der Annahme und Nichtannahme dieses
iS Jndustrie-Zweigeö nahe an 200 Jahre, bis endlich
>ß durch die vereinten Bemühungen mehrerer Patrioten
>0 und des StaatSwohl beachtender Könige der Seiden-e- bau glücklich Grund faßte. Schon suchte Heinrichh- derZweite, der von 1547 bis 1559 regierte, den An-bau des weißen Maulbeerbaumes zu befördern. Dern- nach anderen Nachrichten jedoch in Frankreich erst un-kn ter seinem Nachfolger Karl dem Neunten von einem
ke, Gärtner Namens Franz Trauhat in NiSmes. im
e» Jahre 1565 zuerst gepflanzt worden seyn soll, der auch
M vieles zu seiner weiteren Verbreitung beigetragen. I n
ol- dessen scheinen die Nachrichten über Heinrich des
ch. Zweiten Bemühungen, den genannten Maulbeerbaum
ge in Frankreich anpflanzen zu lassen, wohl nicht ungegrün-
ict det, nur die nach seinem Tode eingetretenen bürgerlichen
ek> Unruhen und ReligionS-Kriege vernichteten Alles wie-
,d> der, und so mußte Heinrich der Vierte, nachdem die
te, Ruhe wieder hergestellt worden, fast ganz von neuem
>rS anfangen. Dieser gute König, der von 1589 bis
,er 1610 regierte, war es also, der unter Oliviers weiser
:n> Leitung die Kultur der Seidenraupen gründete; am höch-
id. sten stieg aber diese Kultur unter Ludwig dem Vier-
eb zehnten. Unter Heinrich dem Vierten, zu An-
lö' fange des 17ten Jahrhunderts, erhielt der Seidenbau,
rch durch die Erhebung der Landwirthschaft, die bis dahin
:r- nur stiefmütterlich behandelt worden, die eigentliche