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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 65

nehmen eignet, ließ Herr Bach im Frühjahre des Iah.res 1828 Seidenspinnereyer aus Italien kommen, undda ihm die Benutzung der oben angeführten Maulbeer-bäume zu seinen Versuchen zugestanden wurde, machteer die nöthigen Anstalten zur Entwickelung und Pflegeder Seidenraupen; und am Asten Mai des gedachtenJahres hatte er das Vergnügen, aus einem Loth Eyeran 16,000 Räupchen auskriechen zu sehen. Durchgehörige Pflege gelangten sie durch alle Lebensperiodenhindurch bis zum Einspinnen. Trotz der eingetretenenungünstigen Witterung fand Herr Bach seine auf die-sen Zweig verwendete Mühe dennoch so reichlich be-lohnt, daß er eine Zahl von 5—6000 Cocons, unge-fähr 20 Pfund an Gewicht, aus denen er 3 PfundSeide zu gewinnen hoffte, als den Ertrag seiner Sei-denerndte gewahrte. Auch die Anpflanzung des wei-ßen Maulbeerbaumes gelang ihm ganz nach Wunsch.Er ließ sich von dem Samenhändler Falke in Nürn-berg eine Parchie dreijähriger Bäumchen zur Anlegungeiner eigenen Pflanzung kommen, welche sehr billigwar, und wovon nicht ein einziges ausging. Außerdiesen Bäumchen säete er im Frühjahr 1827 in gutzubereitetes Saatland in seinem Garten ein Loth ausItalien erhaltenen Maulbeersamen, und auch dieserSamen brachte ihm eine Erndte von mehr als tausendjunge Pflanzen.

In der Schweiz hat der Seidenbau im CantoirTessin geblühet und begann im 17ten Jahrhundertenoch in einigen andern CantonS. Veranlassung dazugab die Auswanderung der reformirten Familien imJahre 1655 aus der Stadt Lorcano im Canton Tessin,welche nämlich des Landes verwiesen worden, und diesich zu Zürich niederließen. An der Spitze dieser Aus-wanderer stand Aloys von Orelli und seine Ge-mahlin Apollonia. Sie fanden in Zürich eine guteAufnahme und alle mögliche Unterstützung. Die

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