Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

Reihen in das zubereitete Beet stecken, und die Erdeum sie herum fest antreten. Noch besser soll es seyn,wenn man vorher kleine Löcher oder Gruben macht,und darein die zugerichteten Stecklinge schief, und zwarmit dem untern Theile derselben nach unten zu, legt,dann die Löcher wieder mit Erde füllt, und solche etwasantritt. In beiden Fällen dürfen nicht mehr als dreibis vier Augen des Stecklings über die Erde hervorra-gen. Wenn man zu dieser Anlage keinen schattigenOrt in dem Bezirke finden konnte, so muß man Vor-richtungen machen, damit die Stecklinge vor den Wir-kungen der Sonnenstrahlen geschäht werden können,welches durch Ueberdeckung mit TannenreiS rc. ge-schieht; auch muß man sie bei trockner Witterung durchBegießen hinlänglich feucht, und^sie auch Durch Be-hacken und Jäten vom Unkrauts gehörig rein erhalten.DaS Zeichen, daß die Stecklinge Wurzel treiben, isldas Aufbrechen der Augen und das Größerwerden desLaubes an denselben; und wen» sie junge Schosse trei-ben, dann kann man die Bedeckung, damit sie Schat-ten erhalten, von ihnen abnehmen. Sollen die Steck-linge zur Anzucht von Bäumen, und nicht zu Hecken-sträuchern bestimmt werden, so muß man die unterenjungen Sprossen abdrücken, und nur denjenigen lassen,welcher das frischeste Ansehen hat, und den kräftigstenWuchs verspricht. Man kann auch diejenigen Spros-sen am Baume, welche man ein Jahr vorher zu Steck-lingen bestimmt hat, im Frühjahre, ehe die Bäumeauöschlagen, unten mit einem Drahte umwickeln, unddiesen Draht im Verlaufe Leö Sommers immer engerund enger zusammenziehen. Es entsteht dann überdem Drahte eine Wulst. Schneidet man nun daöReis im nächsten Frühling, an der Stelle, wo derDrahtring war, ab, und pflanzt es als Sprößling oderSchnittling, so wird jene Wulst sehr leicht Wurzelnschlagen. Einige haben auch angerathen, die Stecklinge