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Seide und Seidenbau.
unten auf 2 bis 3 Zoll zu spalten und fette Erde zwi-schen dieselben zu klemmen; allein Haumann rathsolches nicht an, weil dadurch schon der Grund zumVerderben des Stecklinges und wenn dieser auch fort-geht, doch zum Verderben des jungen Baumes gelegtwird. Hafer- oder Gerstenkörner in die Spalte zustecken, ist zum Wurzelschlagen der Stecklinge ganzvergeblich, indem wohl das eingesteckte Korn Wurzeltreibt, aber nicht der Steckling, der sich diese Wurzelnicht aneignet, ja solches hindert oft denselben an eige-genem Wurzeltreiben und entzieht ihm nur die Nah«rung. Die Vermehrung der Maulbeerbäume durch Wur-zelschösse oder Wurzelbrut geschieht von selbst,indem aus seinen Wurzeln, wenn sie nicht zu tief unterder Erde liegen, besonders in der Nähe des StammesSprößlinge auStreiben. Diese Wurzelauöläufer wer-den nun aus der Erde genommen, so daß einige Wur-zeln daran bleiben, und in die Baumschule gepflanzt.
Das Oculiren oder Aeugeln des Maulbeer-baumes geschieht in den südlichen Ländern entwedernach dem lebenden oder treibenden Auge, Fr.Arelke eu ecu85vn, ä lg ^ousse; oder mit dem schla-fenden oder trüben Auge, Fr. Arelke ä oeil ckor-insut; oder mit dem Röhr lein oder der Pfeife,Fr. Zrelke en llute, eii obaluniesu. Bei dem Ocu-liren mit dem lebenden oder treibenden Auge, welchesvon der Mitte des Aprils bis zur Mitte des JuniuSgeschieht, schneidet man von dem Baume, dessen Artvervielfältiget werden soll, in der Zeit seiner Vollsaftig-keit ein Auge mit einem Stückchen der daran sitzendenRinde weg und steckt eS in dieOeffnung, die man in dieRinde eines Zweiges des Wildlings gemacht hat. —Das Oculiren mir dem schlafenden Auge oder aufsschlafende Auge, welches von der Mitte des Julius biszu Ende des Augustes geschieht, ist sowohl vom Herrnvon Hazzi, als auch vom Herrn von Türk als in