Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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108 Seide und Seidenbau.

starkem Conceptpapier, worauf dann die Raupen ge-bracht werden müssen. Diese Einrichtung hat erstensden Vortheil, daß man die Lagerstätten schneller undvollkommener reinigen kann, und zweitens können auchdie noch kleineren Raupen bei geflochtenen Takeln nichtdurch die Zwischenräums derselben durchkriechen undsich verlieren. Auch in den zwei letzten Lebensperiodender Raupen soll es, der besseren Reinigung des Lagerswegen, nöthig seyn, die Papierunterlagen beizubehalten.Ein Ries Papier soll für die aus 5 Loth Eyern ausge-krochenen Raupen zu Unterlagen für ihr ganzes Lebenhinreichen.

Wie schon oben bemerkt worden, hat der Landmann,welcher den Seidenbau betreiben will, und keine beson-dern G mächer dazu besitzt, keine kostbaren Gerüste zuLagerstätten für die Raupen uöthig. Bretter, die er inseiner Wirthschaft entbehren kann, Wagenflechten oderKorbgeflechte von Wagen rc. dienen zur Bereitung desLagers für die Seidenraupen;»nur muß er darauf Rück-sicht nehmen, daß die Bretter, Flechten rc , welche brei-ter sind, zu untcrst, die schmälern dagegen weiter obengebracht werden, und daß das Ganze gehörig fest unddauerhaft aufgebauet werde, damit es nicht zusammen-stürze, wodurch mit einem Male der ganze gehostkeVortheil zu Grunde gehen würde. . Auch Tische, dieman in den Ecken der Stube anbringt, und Bänke, dieman übereinander setzt, kann man anwenden, um denRaupen ein hinlängliches Unterkommen zu verschaffen.Die Lagerstätten der Seidenraupen müssen überhaupt,aus welchem Stoffe sie auch bestehen, gehörig wage-recht eingerichtet werden; denn sobald sie nach der einenoder der andern Seite hängen, so würden sich die Rau-pen immer mehr nach der herabhängenden Seite hinzie-hen, sich daselbst anhäufen, übereinander herlegen, sichdrücken, und sich wechselseitig am Fressen verhindern;dieses ist sorgfältig zu verhüten. Noch eine Hauptsache