110 Seide und Seidenbau.
längliche Anzahl Löcher darin gemacht, welche dazu die.nen, daß die Räupchen, welche den Eyern entschlüpfen,durch die Löcher kriechen, und sich von den noch unaus-gebrüteten Eyern trennen können. Um nun diese Pa-pierdeckel leicht von den Schachteln abnehmen zu können,befestiget man an ihrem Rande überS Kreuz vier Zwirn-faden, welche oben, in einer gehörigen Entfernung zusam-mengebunden, dem Deckel zum Handgriffe dienen.
3. Der Rührspatel. Ein kleines, aus Eisen-blech gemachtes Werkzeug, in Gestalt eines kleinenSpatels,. Man rührt damit die Eyer in den Bruk-schachteln um, wenn die Räupchen dem Auskriechennahe sind.
4. Das Locheisen, Sticheifen, Fig. 8634.Ein Werkzeug aus Stahl, welches dem Pfriemen derSattler, Schuster, Riemer u. s. w. ähnlich ist, womilsie runde Löcher in das Leder schlagen. Es ist un-gefähr 8 Zoll lang, hat oben einen dicken Kopf und un-ten eine ausgehöhlte scharfe Spitze, so daß man mit je-dem Hammerschlage, vermittelst dieses Eisens, mehrereBogen Papier durchlöchern kann, welches zu den schonunter 3. erwähnten Schachteln zum Deckel gebrauchtwird.
5. Das Häkchen, Bruthäkchen, Fig. 8635.Dieses ist ein kleines gekrümmtes Eisen, welches dazudient, um die auf die Papierdeckel der Brutschachkelbeim Auskriechen der Raupen gelegten und mitRaupen-brut bedeckten kleinen Maulbeerzweige von den Schach-teln vorsichtig aufzuheben, und sie auf die Lagerstättezu bringen, welches auch Mit den Häuten geschehen könnte,nur würde man dabei Gefahr laufen, mehrere kleineThierchen zu verletzen.
6. Das Doppelwiegmesser, Fig.8636, womitdie gröblich geschnikke Blätter klein gewiegt werden.Wie man aus der Figur gewahrt, gleicht es dem ge-wöhnlichen Küchenwiegmesser, hat auch zwei hölzerne