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Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

öffnet, oder durch die Zuglöcher am Boden eine küh-lere Luft aus dem Erdgeschoß heraufsteigen laßt. Läßtsich die Temperatur in zu heißen Sommertagen nichtgehörig durch die genannten Mittel vermindern, so sorgeman wenigstens dafür, daß immer frische Luft in's Zim-mer ströme, und sollte die äußere Luft zu still seyn, sokann man durch kleines Feuer von dürrem Stroh oderganz zartem trocknem Reisholze, welches man in Ka-minen anzündet, eine heilsame Bewegung der Luft her-vorbringen. Man darf aber dabei nicht vergessen, dieRaupet«, deren Lebensthätigkeit durch die Hitze stärkererregt wird, durch reichliches Futter zu nähren. Ein et-was niedriger Grad der Temperatur, das heißt, unterdem gewöhnlichen Wärmegrad, ist den Raupen im All-gemeinen nicht schädlich, wenn er sich nur nicht zu schnelleinstellt, oder zu lange anhält, oder zu oft wiederkehrt;oder wenn die Raupen gerade in der Häutung begriffensind, oder wenn sie sich ihrer Reife nähern, oder zu der-selben gelangt sind, in allen diesen Fällen muß der gehö-rige Wärmegrad erhalten werden.

Vom Lichte in den Seidenraupengemä-chern. Die frühere Meinung bei der Erziehung derSe denraupen, daß das Licht schade und schon die Na-tur den Fingerzeig gebe, weil der Seidenspinner zu denNachtfaltern gehöre, ist jetzt ganz beseitiget, und man lgewahrt jetzt, daß das Licht ein eben so nothwendigesBedürfniß der Raupen ist, wie Wärme und Luft.Der Graf Dandolo in Italien hat dieses bei seinerSeidenzucht in Erfahrung gebracht; denn die Raupengediehen bei vollem Tageslichte ganz vorzüglich; dasselbe >ist auch der Fall beim Erziehen der Raupen in den Se-vennen, wo sie sowohl von den Landleuten, als auchvon den Städtern in ihren Wohnstuben gezogen wer-den, wo die Fenster, weder mit Laden verschlossen, nochdie Zimmer sonst verdunkelt worden. Man hat dieBemerkung gemacht, daß sich in einem gehörig erleuch-