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Seide und Seidenbau.
Blätter, wie sie vom Baume gepflückt worden, und zurNahrung für die aus einer Unze Eyern erhaltenen Rau-pen dienen. Wenn man nun mit Haumann an-nimmt, daß ein erwachsener, achtzehn bis zwanzig Jahralter gesunder Maulbeerbaum im Durschschnitt unge-fähr 100 Pfd. Blätter liefert, so würde mau zum Un-terhalte für die aus einer Unze auSgekrochenen Raupenzwanzig dergleichen Bäume bedürfen. '"Der Staats-rath v. Hazzi rechnet, daß ein solcher Maulbeerbaum1 bis 14 Centner Blätter liefert, und nach demselbenbrauchen 20,000 Würmer, welche aus einem LotheEyer ausgekrochen:
In der ersten Periode
— zweiten —
— dritten —
— vierten —
— fünften —
-5 Pfund Blätter.
15 — —
46 — —
130 — —
795
1000 Pfund Blätter.Uebrigenö muß man auch auf die Beschaffenheit desFutters, um die Menge desselben zu bestimmen, Rück-sicht nehmen; denn wenn die Blätter viele wässerigeTheile besitzen, so bedarfman auch einer größeren Menge;sind sie dagegen trocken und weniger saftreich, so reichtman mit einer geringeren Quantität aus.
Diese hier angegebenen Regeln in Bestimmung derMenge des Futters, beziehen sich nur auf den Seiden-bau im Großen; wo er nur im Kleinen getrieben wird,wie z. B. bei Landleuten, Städtern rc. in den Wohn-stuben, da brauchen sich die Züchter auch nicht so ängst-lich an das Gewicht des Futters zu binden, besonderswenn sie sich die Bäume dazu selbst in ihren Gärten rc.ziehen. Sie dürfen nur gehörige AuAnerksamkeit aufdie Raupenzucht verwenden, so werden sie auch leichtden Bedarf an Futter kennen lernen, welchen sie zu je-der Mahlzeit gebrauchen. Man darf hier nur als Bei-