Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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134 Seide und Seidenbau.

spiel dieBetreibung deöSeidenbaueS in denSevennen an-führen, wo die Seidenraupenzüchter sich nie der Wage zurBestimmung der Futtermenge der einzelnen Mahlzeit be-dienen, und dennoch treffen sie das richtige Quantumauf ein Haar. Am besten ist es, wenn man den Rau-pen nicht zu viel Futter auf einmal giebt, damit sie sichnicht überfressen, und auch nicht zu viel liegen bleibe,verwelke, und also verloren gehe.

Die Fütterungszeit der Raupen läßt sich eigent-lich nicht mit Bestimmtheit angeben, indessen wollenaufmerksame Seidenraupenzüchter den Tag, das heißt,jede Zeit von vier und zwanzig Stunden in vier gleicheTheile eingetheilt, und ihnen alle sechs Stunden frischesFutter gereicht wissen. Die bequemste Futterzeit istdemnach des Morgens 4 Uhr, Vormittags 10-Uhr,Nachmittags 4 Uhr, und Abends 10 Uhr. Bei diesemFuttergeben können die mit der Pflege der Raupen Be-schäftigten die Nacht über gehörig schlafen. Nach Hau-mann soll es besser seyn, um das bei Lichte Fütterndes Abends üm 10 Uhr ganz zu entbehren, des Abendseine oder anderthalb Stunden früher das Futter zu rei-chen, und die täglichen Futterzeiten, jede um eine halbeStunde zu verkürzen. Man erspart bei dieser Einrich-tung den Aufwand für Licht, das Füttern geht besservor sich, und der nachtheilige Einfluß, welchen die bren-nenden Lichter durch Verzehrung des Sauerstoffgasesund Verbreitung von Rauch und Dampf auf die Luftim Zimmer äußern, wegfällt. Auf diese Weise hat deroben erwähnte Schriftsteller seine Raupen früh mitSonnenaufgang, Vormittags 9 Uhr, Nachmittags 3Uhr, und Abends, wenn die Dämmerung eintretenwollte, gefüttert, wobei sie sich sehr wohl befanden. DerGlaube, daß dissSeidenraupen desNachts schlafen unddaher kein Futter bedürfen, den man sonst hegte, ist jetztso ziemlich verschwunden; da man in der Nacht wahr-genommen, daß sie auf ihrem Lager umher kriechen; es