174 Seide und Seidenbau.
treten, oder wo es die Dünne der Bretter nicht zulaßt,da sind im Innern an den Rand der Oeffnung kleineKlößchen rund herum angeleimt, und hierüber sind nundurch den ganzen Kasten zu beiden Seiten über die Leistenoder Klößchen Fischnetze gezogen, und befestiget, worandie Raupen sehr gern Hinaufkriechen, und dahinter sicheinspinnen sollen. Wenn der Kasten über 3 Fuß langund Fuß hoch seyn sollte, so kann man in der Mittewieder Klötzchen rund herum anleimen, damit das Netzbesser darüber gespannt werden kann. Ich habe einenKaste» dieser Art bei ihm gesehen, und er schien mir, >nach den gewöhnlichenSpinnhütten zu urtheilen, auch sehrzweckmäßig zu diesem Akt des Einspinnens der Raupen. .Sobald man nun bemerkt, daß sich die Raupen zumEinspinnen anschicken werden, so stellt man auf derSeite der Lagerstätten, wo es bei der Wartung der 'Raupen am wenigsten hindert, einzelne Reiser oderHüttenbündelchen in einer Entfernung von 15 Zolleines von dem andern auf. Man stemmt sie unten un-mittelbar auf die Tafeln oder Horden, und nicht auf das jPapier, womit diese bedeckt sind- biegt sie oben gehörig >unter, so, daß wenn von den aufgekrochenen Raupen >einige herabfallen sollten, diese nicht über das Lager hin-ausfallen; oben breitet man sie fächerförmig aus, damitdie Luft gehörig durchstreichen kann. Die zum Ein-spinnen reif gewordenen Raupe» werden Nun leicht denWeg zum Aufsteigen finden. Sollte man indessenRaupen finden, die den Weg verfehlen und auf demLager umherkriechen, so darf man sie nur an die aufge-stellten Reiser setzen; auch kann man, um den Zweck desAufkriechens zu erleichtern, kleine trockne Zweige vonEichen, Ulmen rc. so auf das Lager legen, daß sie mitihren Enden an die Hüttenreiser stoßen, so werden diereifen Raupen bald auf sie kriechen und so den Wegzum Aufsteigen finden. Wenn man die oben von demHerrn Ernst angegebenen Kisten zum Einspinnen ge-