Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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256 Seide und Seidenbau.

bourirseide. Zu diesem Zwirnen hat man eine be-sonders eingerichtete Zwirnmühle oder eine Ma-schine zur Moulinage, s. Zwirnmühle inZ.,auf welcher die Seide gezwirnt wird. Den seidenenFaden zum Organsin spult man einzeln mit den Wickel-brettern auf eine Bobine, und ohne diesen Faden zuverdoppeln bringt man ihn mit der Bobine einfach aufdas zweite oder dritteStockwerk-erZwirnmühle. Mansteckt die Bobine auf eins Spille, leitet den Faden überdie Glasröhre weg, zieht ihn Lurch das Auge einesDrahtes auf den Weiser, und führt ihn zu der dazu ge-hörigen -liegenden Bobine. Dieses Stockwerk derMühle spinnt so zu sagen diesen einfachen Faden vor-läufig, und daher nennt der Moulinirer in Frankreichdieses Spinnen Filee, den gesponnenen Faden aberFilage. Bei diesem Spinnen wird der Faden linksgedreht. Zwei auf einem der obersten Stockwerke derMühle gesponnenen Fäden werden nunmehr mit deinZwirnbrette doublirt und dann vereiniget auf eine Bo-bine gebracht, die man auf eine Spille des unterstenStockwerks stellt, die Fäden über die Glasscheibe zudem unter der Spule liegenden Haspel leitet, und hier-durch zwei vorher einzeln gesponnene Fäden zu einemdoppelten Faden zusammenzwirnt; der Faden wickelt sichdabei zu einer Strähne auf den Haspel. Je ryehr daßdas Stirnrad Scheiben hat, welche die Bobine dreht,um so draller wird der Faden gezwirnt. UebrigenShängt es von der Zeugart ab, wozu man den Fade» ge-brauchen will, ob er locker oder draller gezwirnt werdensoll. Das unterste Stockwerk zwirnt den Doppelfadenrechts, da im Gegentheil der einfacheFaden vorher link-gezwirnt wurde, damit das erste Zwirnen des einfachenFadens sich bei dem zweiten Zwirnen des Doppelfa-dens nicht wieder aufdrehe. Der einfache Faden zurTrame wird nicht vorläufig, wie der Organsiufaden, aufeinem der obersten Stockwerke gesponnen, weil Trame