Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau.

nur links gezwirnt werden muß. Wenn daher der ein-fache Faden mit den Wickelbrettern auf Bobinen ge-spult ist, so doublirt man sogleich zwei einfache Fädenauf dem Zwirnbrette zusammen auf eine Bobine, undbringt diese mit dem Doppelfaden sogleich auf das un-terste Stockwerk der Mühle. Hier wird zwar Trame,wie Organsin, zuletzt gezwirnt, aber ganz locker, daherseht man ein Stirnrad mit wenig Zähnen ein. — Dieoben angeführte Näheseide rc. wird fast eben so behan-delt, wie Organstn, nur ist sie vier- bis achtdoppelt.Man doublirt gleich anfangs zwei bis vier einfache Fä-den zusammen, spinnt diese auf dem zweiten oder drittenStockwerk der Mühle; doublirt hieraufwieder zwei zwei«bis vierfache Fäden zusammen, und zwirnt diese endlichziemlich stark auf dem untersten Stockwerke. Beinaheauf dieselbe Weise wird auch die Seide zu den sogenann-ten Litzen der Schäfte eines Seidenwirkerstuhls behan-delt. Man doublirt gleich anfangs an zehn einzelneFäden zusammen, spinnt diese auf einem der oberstenStockwerke der Mühle sehr drall; doublirt hierauf zweizehnfache Fäden zusammen und zwirnt diesen Doppel-faden so fest und drall, wie möglich, auf dem unterstenStockwerke der Mühle ganz locker zusammen. DerPoilfaden des Sammetes der nur einfach ist, wird gleich-falls auf diesem untersten Stockwerke der Mühle ge-zwirnt. Auch die Moulinirmaschinen haben bedeutendeVerbesserungen erhalten. So hat der Mechanikus HerrErnst in Berlin, wie schon oben angeführt worden,eine neue Maschine dieser Art erbauet, worauf man ver-schiedene Arten gezwirnter Seide verfertigen kann; stunter Zwirnmaschine, in Z; eben so der Maschi-nenbauer Herr Quewa, dessen Maschine, nach demUrtheile des Herrn von Türk, hinreichend seyn wird,alle Seide, die jetzt in der Provinz Brandenburg ge-wonnen wird, zu moulinire»; sie wird Organsin undTram in vorzüglicher Güte darstellen^ Der UnterschiedDer. techn. En«. Theil Ol-II. R