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Seide und Seidenbau.
neu Zange Fig. 8654 gerade gerichtet werden. Vonden neu fertigen Kardätschen, wird nun die eine aufein schiefes Holz ausgeschraubt, die andere bekommt da.gegen an beiden Enden einen Haken, um die bewegli-che an die festgemachte anzuhängen, wie Fig. 8655zeigt, um den herabhängenden Seidenbart aus denKardätschen herauszuziehen. Das Kardätschen ge-schieht wie bei der Schafwolle, s. unter Wolle, inW.Diese Verrichtung, obgleich allgemein bekannt, erfor-dert doch Umsicht und sehr gute Kardätschen, wenn dieFloretseide recht gut werden soll; denn wenn sie mitabgenutzten Instrumenten bearbeitet wird, so sind dieArbeiter genöthiget die Züge zu vermehren, wodurch dieSeide zu kurz wird und keinen Bart erhält, und daher,auch keinen guten Faden beim Spinnen giebt.
Berechnung der Kosten der Zubereitungder rohen Seide für den Verkauf. VonterSeide, die bei unö aus Italien eingeführt wird, hat manzwei Gattungen, Tram und Organsin; die erstereist zum Einschuß und die letztere gebraucht man zurKette bei der Seidenweberey. Herr von Türk theiltin seinem Werke: über den Seidenbau, 2rTH., S.118Ui f., eine Uebersicht der Kosten mit, welche die Berei-tung der rohen-Seide in der Lombardey veranlaßte unddie ich hier nach ihm mittheile: 1) Zu 100 Pfd. Greze,welches die Seide ist, wenn sie vom Cocon herabgeha-spelt worden, find an Cocons erforderlich 825 Pfd. zu 32Loth. In der Lombardey kostet das Pfund Cocons zu24 Unzen im Durchschnitt 3 Lire, das Pfund zu 32Loth also nur 2 Lire daher 825 Pst». . . 1650 Lire»
2) Zum Haspeln eines jeden PfundesSeide sind bei dem gewöhnlichen Verfah-ren erforderlich eine Spinnerin und eineDreherin des Haspels. Erstere erhält 45Soldi für 1 Pfd. Seide, mithin für 100Pfd» ..».»»». 225 L«