Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 271

mit 6 Zoll langen Schrauben und nämlich am Seiten-brette mit Muttern e versehen sind, vermittelst dersel-ben das Seitenbrett I- hinaus geschoben werden kann,in welchem das Leder bereits befestiget ist, so spanntman dadurch die Leder recht straf auseinander. Indiesen Rahmen lassen sich die Zähne recht gut einsehen.Sind nun die Leder in diesen Rahmen gespannt, sokann man dann mit dem Eisen Fig. 8649 die Löchereinschlagen. Unter die Leder setzt man hingegen einenKlotz von weichem Holze, damit die Spitzen des Eisensdurch das Leder dringen, und sich nicht verbiegen. Eheman nun die Löcher in das Leder schlägt, so müssen dieReihen durch Linien auf das Leder vorgezeichnet wer-den, wie es Fig. 8653 in natürlicher Größe zeigt, wo-bei bemerkt werden muß, daß allemal zwei Linien zueiner Reihe Zahne erfordert werden, weshalb zwei Li-nien dichter zusammen stehen, wie in s zu sehen. Hier-auf wird eine Perpendikularlinie gezogen, wovon mandie Löcher zu schlagen anfängt. Hierauf setzt man dieerste Spitze des Eisens gerade in den Durchschnitts-punkt, wo die Perpendikularlinie die obere Horizontal-linie durchschneidet, und da das Eisen nur 13 Spitzenhat, so setzt man die erste Spitze in das erste Loch wie-der ein, und fährt fort bis ans Ende; doch muß aufbeiden Seiten wenigstens 3 Zoll Leder zur Aufzwickungauf das Holz übrig gelassen und nicht mit Zähnen be-setzt werden. Ist also die obere Linie geschlagen, soverfahrt man bei der zweiten Linie anders; das Eisenwird nämlich um eine halbe Spitzenweite eingerückt,wie 6 zeigt, weil die eine Spiße des Zahnes in dieobere, und die andere in die zweite Linie zu stehenkommt, wie bei Z zu sehen. Sind nun die Zähne inbeide Leder gesetzt, so werden sie dann auf dünne Bret-ter aufgenagelt oder gezweckt mit kleinen Zwecken, undzwar so straff, als möglich, und darnach müssen dieZähne, welche etwas schief stehen, mir einer ganz dün-