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Seide und Seidenbau.
L. bei Tram.
1 ) Für die Cocons . . . 4Rthlr.25Sgr.4Pf.
2 ) Für das Haspeln . . . - - 24 - 4 -
3 ) Für das Lokal inol. Feue-rung ....... - - 19 - - -
4) Für das Mouliniren . . - - 26 - 4 -
5) An Zinsen. - - 7 > - -
überhaupt 7 Rthlr. 10 Sgr. - Pf.Hier bemerkt rmn Herr von Türk, daß das Mouli-niren der Seide bis jetzt in Berlin nur sehr unvollkom-men betrieben wird, und dabei sehr theuer ist, und Or-gansin, so viel ihm bekannt ist, gar nicht verfertigetwird*), Und für das Mouliniren zu Tram muß 1 Rthlr.5 Sgr. für das Pfund bezahlt werden. Die Mouli-nage zu Orqansin würde also 1 Rthlr. 23 Sgr. sürdas Pfd. kosten.
Von derNützlichkeit desSeidenbaueS undder Einrichtung guter Haspel-Anstalten.Unter den Seidenbauern in Italien herrschtvon Altersher daö Sprichwort: e 6 i 6 a ko^lia cii, mori, 6 aseta, e e61 6 a seta, 6 a oro (Maulbeerlaub giebtSeide und Seide giebt Gold), ein gewiß sehr richtigesSprichwort, welches alle diejenigen Staaten beherzigensollten, bei denen der Seidenbau betrieben werden kann,und wo er dennoch schlummert, und nicht zu einem fri-schen, thätigen Leben erwacht; denn was helfen alle Be-mühungen von Seiten der Privaten, wenn die Regie-rungen nicht thätig mit ihrem wirksamen Hebel eingrei-fen. Bei allen den Industrie-Zweigen, woraus demStaate nur ein einseitiger Gewinn erwächst, da scheint
*) Wie schon oben, S. 2 Z 4 , bemerkt worden, hat der HerrMechanikus Ernst in Berlin eine Moulinir-Ma-schine erbaut, worauf Organsin-, Tram-, Stick-,Strick-, Häckel- und Tarnbourirseide verfertiget wer-den. Kth.