Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seide und Seidenbau. 291

würde, bezahlt werden könnte. Rechnet man auch noch1 Rchlr. ab, weil die Cocons »vielleicht von zu unglei-cher Beschaffenheit sind, und 15 Sgr. für Lokal undMaschine, weil unsere Seiden-Erndte noch zu geringeist, um die Kosten großes Einrichtungen zu decken, undwir haben daher nicht so wohlfeil Haspeln und moulini-ren können, so bleiben doch noch 5 Rthlr. übrige undviel höher wird die selbst gehaspelte Landseide, nach Ab-zug des Haspellohnes, iM Durchschnitt selten bezahlt.Folglich würden 8 Pfund getödtete gute Cocons mit 5Rthlr. oder das Pfund mit 18Z- Sgr. bezahlt werdenkönnen. In der Lombardey wird das Berliner PfundCocons, unäusgesucht mit den doppelten Cocons, imDurchschnitt mit 12^ Sgr. bezahlt; Hieraus gehtwieder hervor, wie wichtig eS ist, größere Haspel-An-stalten errichten zu lassen, wenn aus dem Seidenbauetwas werden soll. Herr von Türk hat zu Klein-Glinicke bei Potsdam eine Haspel-Anstalt nach demMuster Italienischer Anstalten dieser Art in demSchlosse daselbst einrichten lassen, wobei alle nöthigeBequemlichkeiten vorhanden sind, wozu auch das naheHavelwasser gehört. Das Königl. Ministerium desInnern hat eine von dem Herrn Mylius in Italienerfundene- und von dem Herrn MaschinenbauerQuewa in Berlin erbauets Haspelmaschine dem Be-sitzer dieser Anstalt verehrt; auch hat der Letztere nochden von dem schon oben erwähnten Herrn Ernst inBerlin erfundenen Haspel- und den gewöhnlichen Jta-lienischen Haspel in Thätigkeit gesetzt > so wie derselbeauch einen Vorsteher der Haspel-Anstalt (Oiretlore clikilsucis) aus Mayland hier angestellt hat, den ek durchHerrn Mylius in Mayland hat engagiren lassen.Herr von Türk hofft durch diese Anstalten ein wesent-liches Bedürfniß bei dem Seidenbau beseitiget zu ha-ben. Auf seinen Reisen in.Italien hat derselbe beiTurin und Mayland große Haspel-Attstälten (Filandas)

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